Home 3D-Drucker QUALUP SAS stellt den Qu3-HT 3D-Drucker mit neuem Filament-System vor

QUALUP SAS stellt den Qu3-HT 3D-Drucker mit neuem Filament-System vor

QUALUP SAS, ein französischer 3D-Druckerhersteller, hat einen neuen 3D-Drucker auf den Markt gebracht, der NutzerInnen erlaubt, den Materialfluss genau zu überwachen und kontrollieren zu können. Zudem erhitzt sich der neue „Qu3-HT“ schneller und erlaubt somit einen allgemein besser automatisierbaren Prozess.

Die Filamentzufuhr ist häufig einer der ersten möglichen Fehlerquellen, die man untersucht, wenn etwas schief geht bei einem Druck. Häufig ist diese auch Maßgeblich daran beteiligt, dass etwas schief gelaufen ist: Ist die Filamentzufuhr nicht ganz genau eingestellt, ist ein schönes Modell beinahe nicht möglich.

Diesem Problem hat sich QUALUP SAS angenommen und präsentiert den neuen „Qu3-HT“, der es NutzerInnen erlaubt, auch ohne viel Aufwand die Zufuhr genau zu regeln und zu überwachen, damit auch nach jedem noch so genauen Modell die Qualität gewährleistet wird. Zudem verfügt er über ein adaptives Bauvolumen, das sich schneller als statische Geräte aufwärmt und somit auch für Hochtemperaturmaterialien wie PEEK oder PEKK geeignet ist.

„Das in den Drucker integrierte Filamentkontrollsystem misst kontinuierlich den Durchmesser und die Ovalität des Filaments mit einer Genauigkeit von 0,8 µm“, sagt Myriam Boichut, Präsidentin von QUALUP SAS. „Das dreifache Ziel dieses Instruments ist es, die Schwankungen des Filamentdurchmessers kontinuierlich zu kompensieren, um eine konstante Durchflussrate zu erhalten, die der vom Slicer berechneten entspricht, um die Wiederholbarkeit und die Qualität der Teile durch einen mit jedem Teil gelieferten Druckbericht zu gewährleisten.“

Durch die mechanischen Bewegungen bei dem 3D-Druckverfahren kann sich innerhalb des Filaments die Toleranz in einem Bereich von +/-0,05 mm bewegen. Dies hört sich zwar nicht nach viel an, kann aber massive Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit des Modells haben. Dieser Toleranzbereich ist bei Materialien wie PEEK, PEKK, PEI oder PPSU sogar doppelt so groß, wodurch natürlich auch die Gefahr der Verformung erhöht wird.

Diese Probleme kommen aber auch von der Art der Regelung der Filamentzufuhr beeinflusst werden: herkömmliche Extruder regeln nach dem Prinzip des „mm-Äquivalent“, was es laut QUALUP SAS unmöglich macht eine gleichbleibende Qualität zu erreichen.

Neue Methode zur Steuerung

QUALUP SAS hat deshalb ein neues System entwickelt, das den Durchmesser der Filamente in zwei senkrechten Ebenen misst und schließlich die Ovalität berechnet, während es die Länge des extrudierten Materials misst. Anschließend berechnet es die erforderliche Kompensationsmenge.

„Wir beschlossen, diese Funktion vor etwas mehr als zwei Jahren zu entwickeln, als einer unserer Kunden uns bat, Teile aus rostfreiem Stahl mit einem Verfahren zu drucken, das dem Utrafuse 17-4 von BASF ähnelt“, kommentiert Boichut. „Es war unmöglich, mit einer 100-prozentigen Füllung, dem Filament, das mit Metall im Verhältnis 85/15 hoch aufgeladen ist, korrekt zu drucken. Entweder gab es Lücken und Porosität, oder die Düse wurde verschmutzt und verursachte Markierungen auf dem Teil. Diese Innovation hat die Qualität und Wiederholbarkeit der mit Qu3-HT gedruckten Teile bei allen Materialien, insbesondere bei Hochtemperaturpolymeren, grundlegend verbessert.“

Doch das Filamentkontrollsystem des „Qu3-HT“ verfügt noch über weitere nützliche Funktionen. Eine davon ist die adaptive Faltenbalg-Baukammer, die zwischen 30°C und 270°C eingestellt werden kann und sich auch physisch and die Größe der zu produzierenden Teile anpasst. Durch die anpassungsfähige Temperatur der neuen Qu3-HT-Kammer, können BenutzerInnen nach den Druckzyklen Wärmebehandlungen wie Glühen, Kristallisation und Spannungsabbau durchführen, was zu Einsparungen bei der Durchlaufzeit führen kann.

Der Druckkopf der Maschine ist wassergekühlt und sorgt dafür, dass auch nach mehrstündigem Druckbetrieb 45°C nicht überschritten werden. Dank seinen selbstdichtenden Anschlüssen ist die Wartung auch etwas einfacher als bei anderen Modellen.

Das austauschbare Druckbett erlaubt es zudem schnell und einfach ein individuelleres Setup zu schaffen, und mit Zusatzfunktionen wie einer Voreinstellungsbank und einer Wärmebildkamera lässt sich die Kontrolle über jeden Druck gleich um einiges erhöhen.

Technische Daten und Preise

Technologie Fused Material Deposition
Bauvolumen 300 x 250 x 300 mm
Auflösung > 0,01 mm
Düsentemperatur 300°C bis 500°C
Betttemperatur 30°C bis 250°C
Kammertemperatur 30°C bis 270°C
Materialkompatibilität PEEK, PEKK, PEI, PPSU, Kupfer, Aluminium, Keramik

 

Mehr über QUALUP SAS finden Sie hier.

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