SinterIt: SLS Drucker unter $5.000 entwickelt von Ex-Google Mitarbeitern – Update: Vorbestellung

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Eine Gruppe erfahrener Techniker, vormals Mitarbeiter bei Google und ABB, haben sich unter dem Firmennamen SinterIt zusammengeschlossen, um einen professionellen und leistbaren SLS Drucker zu entwickeln.

19.11.2015: Laut Konrad Glowacki, Mitgründer von SinterIt, wird die Kickstarter Kampagne zum Projekt Anfang 2015 starten. Der Preis für das Gerät basierend auf der Selective Laser Sintering (SLS) Technologie soll dabei unter $ 5.000 liegen. Dies hat das Team angeblich durch die Verwendung von innovativen Komponenten erreicht, die den 3D-Drucker zwar so einfach wie möglich gestalten, dabei aber trotzdem qualitativ hochwertige Druck-Ergebnisse versprechen.

Das Gerät von SinterIt weist folgende Spezifikationen auf:

  • Pulverdruck mit allen Farben bei hoher Geschwindigkeit
  • Größe des Druckbetts: 150 mm x 150 mm x 200 mm
  • Geschwindigkeit: bis zu 500 mm/s
  • Druckbett Temperatur: bis zu 180° C
  • steuerbar über WIFI
  • Preis für Druckmaterial: unter $100 per kg Pulver

Hier sind einige Bilder von Testausdrucken, die SinterIt bereits jetzt veröffentlicht hat:

 

23.04.2015: Update – Erste Bilder vom Gerät 

In den letzten Monate ist es ruhig geworden um das Team von Sinterit, das eigentlich Anfang dieses Jahres eine Kickstarter Kampagne starten wollten. Heute hat sich Konrad Glowacki, Mitgründer von Sinterit, bei unserer Redaktion mit einem Update gemeldet.

Die letzten Monate wurden ganz der Weiterentwicklung und Optimierung des SLS Druckers gewidmet und nun werden erste Bilder des Geräts sowie neuer Testdrucke veröffentlicht. Die Endversion des günstigen SLS Geräts soll aber noch dieses Jahr auf den Markt gebracht werden. Derzeit steckt das 3-er Team bereits in der Endphase des Projekts und bereitet alles für die Produktion vor.

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von links: Paul Szczurek, Mike Grzymala-Moszczynski und Konrad Glowacki

 

Sinterit erklärt auf welche Funktionen in der Entwicklung besonders Wert gelegt wurde. So ist der wichtigste Bestandteil nicht der Laser, wie viele vermuten, sondern das Heizsystem, das für die optimale Temperatur in drei verschiedenen Zonen sorgen muss: dem Behälter für das Druckmaterial, genannt „Feed Zone“, das Druckbett selbst sowie der Bereich in dem das bereits gedruckte Objekt liegt, die „Cylinder Zone“. Diese Bereiche müssen konstant die richtige Temperatur aufweisen. Bereits minimale Schwankungen könnten den Ausdruck ruinieren.

Als weiteren Punkt wird besonders Wert auf die Slicing Software und Firmware gelegt – „Good software is Key„.
„Der einfachste aber dennoch komplexe Teil ist der Laser.“ Hier stehen viele verschiedene Modelle zur Auswahl, dennoch muss das passende gewählt werden.

Sinterit wird übrigens auf der 3D Printing Europe, die vom 28. bis 29. April in Berlin stattfindet, vertreten sein.

 

9.9.2015: „Sinterit Lisa“ 3D-Drucker kann ab morgen vorbestellt werden

Auch wenn das Team von Sinterit seinen günstigen SLS-Drucker erst offiziell auf der Euromold 2015 präsentieren möchte, kann „Sinterit Lisa“ bereits ab morgen, 10. September 14 Uhr GMT, auf der Webseite von Sinterit vorbestellt werden. Geliefert wird im Januar 2016.

Die offizielle Verkaufspreis wird allerdings nicht wie ursprünglich angegeben unter $ 5.000 liegen, sondern beträgt $ 8.000. Im Vergleich zu anderen Geräten die mit dieser Technologie arbeiten, ist dies aber noch immer ein äußert günstiger Preis. Außerdem wird das Gerät für die Schnellsten fünf Besteller für nur $ 5.000 erhältlich sein, die nächsten fünf für $ 6.000 und dann $ 7.000.

Als Druckmaterial ist derzeit nur schwarzes Polyamid 12  Pulver erhältlich, es gibt aber schon Pläne für eine Materialpalette mit verschiedenen Farben und Typen.

Technische Spezifikationen:

  • Max. Druckgröße: 13 x 17 x 13 cm
  • Größe Druckbett: 15 x 20 x 15 cm
  • Schichthöhe: 0,06 – 0,15 mm
  • Laser Diode 5W
  • Gerätegröße: 65 x 55 x 40 cm
  • Gewicht: 30 kg
  • Software: Sinterit Studio 2016
  • Dateiformate: STL, OBJ, 3DS, FBX
  • WIFI, integrierte Kamera
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