SPEE3D entwickelt Metall-3D-Druckverfahren für Energiestoffsektor

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Um die Entwicklung neuer sowie kostengünstiger Metall-3D-Drucktechnologien speziell für die Öl- und Gasindustrie zu unterstützen, schlossen sich nun National Energy Resources Australia (NERA) mit dem AM-Entwickler SPEE3D sowie der Charles Darwin University zusammen.

Im Rahmen dieses Zusammenschlusses gelang es dem in Melbourne, Australien, ansässigen AM-Unternehmen SPEE3D bereits eine neue Metall-3D-Drucktechnologie zu entwickeln. Diese nutzt im Gegensatz zu bisherigen Verfahren nicht die Wärmeenergie eines Lasers, sondern eine neuartige Metallabscheidungstechnik basierend auf kinetischer Energie eines Raketenmotors, um die Bindung von Metallpartikeln zu fördern.

SPEE3D’s neues 3D-Druckverfahren bietet eine Vielzahl an Vorteilen. Zwei der größten Annehmlichkeiten dieses Verfahrens ist etwa die Tatsache, dass dieses nur zu einem Bruchteil der Kosten im Gegensatz zu konventionellem Metall-3D-Druck sowie knapp 1000x schneller als dieser betrieben werden kann. Weiters bietet diese Technologie das Potential, 3D-Druck-Aktivitäten in entlegenen Gebieten durch die Produktion von Metallteilen vor Ort sowie die Vermeidung von Verzögerungen bei der Materialbeschaffung zu revolutionieren.

Während SPEE3D mit der Entwicklung des neuen Metall-3D-Druckverfahrens zu dem Projekt beisteuerte, kamen wichtige Berichte bezüglich der Problemstellung direkt von industriellen Partnern. Testeinrichtungen für dieses Projekt wurden von der australischen Charles Darwin Universität zur Verfügung gestellt.

SPEE3D entwickelt Metall 3D Druckverfahren basierend kinetischer Energie2 - SPEE3D entwickelt Metall-3D-Druckverfahren für Energiestoffsektor

Neben dem Nutzen, die Öl- und Gasindustrie durch kostengünstige Alternativen zu unterstützen, wird SPEE3D sein neu entwickeltes Metall-3D-Druckverfahren, sobald dieses fertiggestellt und validiert ist, nun auch als neuestes Produkt vermarkten.

Gegenwärtig stellen 3D-Drucktechnologien aufgrund von hohen Druckkosten sowie langen Vorlaufzeiten kein kommerzielles und nützliches Werkzeug für den Energiestoffsektor dar. Das von NERA, National Energy Resources Australia, ins Leben gerufene Projekt zur Unterstützung der Einführung von schnellen sowie kostengünstigen AM-Lösungen soll eben diese Tatsache ändern.

Neben den Vorzügen des schnellen und kostengünstigen Metall-3D-Drucks verlängert SPEE3D’s neue Technologie ebenso die Lebensdauer von Legacy-Geräten und verzögert oder eliminiert die Notwendigkeit von Kapital-Upgrades.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie der australische Energiestoffsektor auf diese Entwicklungen reagiert.

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