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Stratasys präsentiert neue PolyJet-3D-Drucker

Der 3D-DruckerHersteller Stratasys hat zwei neue PolyJet 3D-Drucker – die Stratasys J35 Pro und die Stratasys J55 Prime – sowie neue Softwarelösungen für das Prototyping in der Forschung und der Verpackungsbranche angekündigt.

Stratasys hat mit der PolyJet-Technologie laut einer aktuellen Presseaussendung einen großen Innovationssprung vollbracht. Die J35 Pro ist der erste Multimaterial-3D-Drucker für den Desktop von Stratasys. Bei der J55 Prime hingegen handelt es sich um eine Weiterentwicklung des 3D-Druckers J55. Die J55 Prime druckt eine Reihe weiterer Materialien und bietet neben dem Vollfarbdruck auch verschiedene Haptik-, Textur- und Sensorikfunktionen.

„Wir helfen Designern und Ingenieuren dabei, alle ihre Vorstellungen in die Realität umzusetzen“, so Shamir Shoham, Vice President of Design bei Stratasys. „Dank der Vielseitigkeit des Multimaterial-PolyJet-3D-Drucks können unsere Kunden Modelle und Verpackungsprototypen nicht nur schnell und effizient fertigen, sondern auch beeindruckend realistische Ergebnisse erzielen, durch die sich PolyJet von anderen 3D-Drucktechnologien abhebt.“

J35 Pro Multimaterial-PolyJet-Druck

J35 Pro Multimaterial-PolyJet-Druck

Der neue J35 Pro 3D-Drucker ist vielseitig einsetzbar. Er ermöglicht eine breite Anwendungspalette – von der Konzeptmodellierung bis hin zu detailgetreuen, realistischen, voll funktionsfähigen Modellen. Dieser neue All-in-One-Multimaterial-Desktop-3D-Drucker ist ideal für Ingenieur- und Konstruktionsbüros. Mit der J35 Pro können Anwender eine Vielzahl von Materialien, darunter auch Vero UltraClear, miteinander kombinieren und gleichzeitig drucken, sodass Ingenieure und Designer Bauteile produzieren können, die genau ihren Anforderungen entsprechen. Der Drucker kann mit bis zu drei Materialien befüllt werden. Er kann Teile aus nur einem Material drucken. Für ein Modellteil können auf einer Bauplattform aber auch mehrere Materialien kombiniert werden. Zu den Anwendungen gehören Überspritzen, Füllsimulation und Drucken in der kompletten Grauswertkala.

„Wir stellten fest, dass wir viel Zeit damit verbrachten, Modelle zu erstellen und zu testen. Hatte ein Kunde Änderungswünsche oder irgendetwas lief nicht wie gewünscht, mussten wir den ganzen Prozess noch einmal von vorne durchlaufen. Mit der J35 Pro können wir jetzt die Modelle und Prototypen an einem Tag im eigenen Büro erstellen. Wir haben somit die Möglichkeit, mehr zu iterieren, Fehler zu korrigieren und Designs zusammen mit unseren Kunden effizienter zu prüfen“, berichtete Yaniv Adir Projektmanager von Taga Innovations, Ltd, einem Maschinenbauunternehmen in Tel Aviv, Israel. „Mit diesem Drucker konnten wir unsere Arbeitsweise und unsere Prozesse revlutionieren.“

Dank der Multimaterial-Fähigkeit des Druckers können Designer und Ingenieure in einem einzigen Druck die unterschiedlichsten Graustufen und Materialien kombinieren und gleichzeitig komplexe Formen, komplizierte Details und filigrane Merkmale realisieren. Ingenieure und Designer können sich nicht nur ein Bild davon machen, wie das Produkt aussehen wird, sondern es bereits vor Produktion auf seine Funktionalität testen. Mit GrabCAD Print bietet die J35 Pro auch einen einfachen Design-to-Print-Workflow. Benutzer können ihre Designs im nativen CAD- oder 3MF-Format importieren.

Die J35 Pro ist schon bestellbar und wird voraussichtlich ab September ausgeliefert.

Visuelle Verpackungsprototypen, bei denen man nicht glauben würde, dass sie 3D-gedruckt sind

Mit der neuen Verpackungslösung von Stratasys können Designer komplexe, hochtransparente, vollfarbige, detailgetreue Verpackungsprototypen erstellen, die die finale Verpackung genau abbilden. Sie profitieren von realistischen Farbkominationen, Texturen, Transparenz und Flexibilität. Sie bieten u. a. die Möglichkeit, Prototypen von Glasflaschen zu drucken und „Etiketten“ mit einer Text- und Bildschärfe zu drucken, die den Standards für 2D-Grafiketiketten entsprechen. Für ein ultimativ realistisches Rapid Prototyping können Designer darüber hinaus Produkte oder Füllungen wie Kosmetika, Make-up oder Flüssigkeiten simulieren. Designer können jetzt Verpackungsprototypen fertigen, die so echt aussehen, dass es kaum zu glauben ist, dass sie nicht echt sind.

„Ultrarealistische Modelle lassen Ideen für unsere Kunden greifbar werden und beschleunigen den Entscheidungsprozess. Die langweiligen, rein weißen Modelle, die wir vor dem 3D-Druck produziert haben, haben wir schon lange hinter uns gelassen – heute sind die Möglichkeiten endlos“, so Jeremy Garrard, Director of Market Development, Design and R&D bei Quadpack, einem internationalen Verpackungsanbieter mit Sitz in Barcelona, Spanien. „Neben der Arbeit, die wir für unser QLine-Sortiment und unsere Kunden leisten, tragen die von uns produzierten Modelle wesentlich dazu bei, die Branche maßgeblich und langfristig zu beeinflussen und zu inspirieren. Ein Beispiel: Für unseren jährlichen Trendreport #QPPackfuture, in dem das Team seine Vision für die Zukunft der Kosmetikverpackungen samt Mustern präsentiert, haben wir über 500 Verpackungsmodelle gedruckt .“

Die Softwarelösung für Verpackungen wird in Kürze über GrabCAD Print erhältlich sein und ist mit dem Stratasys 3D-Drucker J8 Prime, den Druckern der Stratasys-Serie J7 und dem Stratasys J55 Prime kompatibel.

Mehr Prototyping-Möglichkeiten mit der J55 Prime

Die J55 Prime stellt eine Weiterentwicklung der Technologie der Stratasys J55 dar, die Stratasys 2020 auf den Markt brachte. Dieses neue System geht über den Vollfarbdruck hinaus und ermöglicht den Druck mit neuen Materialien, die die Umsetzung von Haptik-, Textur- und Sensorikmerkmalen ermöglichen. Der Drucker erzeugt sehr realistische visuelle Modelle und verarbeitet darüber hinaus eine Vielzahl von Materialien, sodass Design-, Funktions und biokompatible Prototypen umgesetzt werden können. Materialbeispiele:

  • Elastico Clear und Elastico Black für flexible, weiche Drucke, die das Aussehen, die Haptik und die Funktion gummiartiger Produkte genau nachbilden.
  • Digital ABS Ivory für hochschlagfeste Designs wie Formen, Werkzeuge, Vorrichtungen und Funktionsprototypen.
  • Vero ContactClear, ein transparentes Material, das für längeren Haut- oder Körperkontakt entwickelt wurde, wie er etwa bei medizinischen Hilfsmitteln, Sportausrüstung oder Wearables der Fall ist.
  • Blickdichte Farben, wie sie die VeroUltra-Materialfamilie ermöglicht, erlauben die Umsetzung von Grafiken und Texten im 2D-Standard und lebendige und präzise Farben mit besserer Kunststoffsimulation – und hängen die Messlatte für Multimaterial-Modelle aus dem 3D-Drucker höher.

Die J55 Prime ist bürofreundlich, leise und geruchsneutral und verfügt über ein kompaktes Design. Die J55 Prime ist schon bestellbar und wird voraussichtlich ab Juli ausgeliefert.

Der Artikel basiert auf einer Presseaussendung von Stratasys.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.