Titomic stellt den weltgrößten 3D-Metalldrucker vor

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Das australische Unternehmen Titomic gibt heute die Markteinführung des weltweit größten 3D Metalldruckers in seiner hochmodernen Anlage in Melbourne, Australien, bekannt. Basierend auf traditionellen Kaltspritztechnologien kann das neue 3D-Druckverfahren auf einer 9 m langen x 3 m breiten x 1,5 m hohen Skala drucken.

Die Kaltspritztechnik ist in der Fertigungswelt nicht ungewöhnlich, da sie häufig zur Beschichtung oder Reparatur von Teilen verwendet wird. Aber für das Unternehmen Titomic in Melbourne bieten die Prinzipien des Kaltgasspritzens einen noch spannenderen Prozess: die additive Fertigung.

Titomic 3D Metalldrucker - Titomic stellt den weltgrößten 3D-Metalldrucker vor

Das Verfahren

Das neue Titomic Kinetic Fusion-Verfahren, das gemeinsam von CSIRO, Australiens nationale Forschungs Agentur, und Force Industries entwickelt wurde, nutzt die Kaltspritztechnologie zum 3D-Druck von Teilen aus Titanlegierungen.

Das Verfahren verwendet das Sprühen von Titanpulver in eine Kammer, in der Gas erhitzt wird, das die Titanpartikel durch eine Düse und aus einer Sprühpistole hinaus beschleunigt. Diese Spritzpistole wird von einem Roboterarm gesteuert um präzise Muster zu sprühen. Wenn Partikel sich gegenseitig auf der Oberfläche treffen, werden sie durch einen Prozess der plastischen Verformung verbunden.

Und Titomic Kinetic Fusion unterscheidet sich nicht nur in der Art und Weise, wie es Metallteile herstellt – es druckt auch diese Teile in einem ungewöhnlich großen Maßstab.
Der busgroße 3D-Drucker ist in der Lage, große Titankomponenten zu bedrucken – von Golfschlägern bis hin zu komplexen Flugzeugflügelteilen.
Es kann auch Metall Fahrradrahmen in etwa 25 Minuten drucken.

Neben seiner Größe arbeitet das 3D-Druckverfahren des australischen Unternehmens auch mit phänomenaler Geschwindigkeit. Laut Titomics CEO und CTO, Jeff Lang, können Titomics 3D-Drucker rund 45 Kilogramm Material pro Stunde ablegen und sind damit 10 bis 100 Mal schneller als die schnellsten 3D-Drucker auf dem Markt. Außerdem sollen diese schnell gedruckten Objekte etwa 34 Prozent stärker sein als Titan.

Das Verfahren von Titomic zielt darauf ab keinen Abfall zu produzieren und verwendet nur die erforderliche Menge an Metallpulver, die benötigt wird, um die Auswirkungen auf die Umwelt und die Kosten zu minimieren.

„Wir können Teile billiger machen“, sagte Lang. „Das eröffnet der Autoindustrie die Möglichkeit, Titan billiger zu nutzen und eröffnet uns zudem die Möglichkeit, weltweit hochwertige Komponenten zu exportieren.“

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