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Voxeljet kündigt voll automatisches 3D-Drucksystem an

Der deutsche Hersteller Voxeljet kündigt den neuen 3D-Drucker VJET X-IOB an, welcher 10 Mal schneller als vergleichbare Systeme arbeiten sollen. Laut Voxeljet ist dieser Drucker weltweit das erste System welches voll automatisch arbeiten kann.

Ein so schnelles, voll automatisches System, welches alle Vor- und Nachbearbeitungsprozesse selbstständig erledigt, ist ein großer Schritt für den Einsatz der additiven Fertigung bei der Serienfertigung. Das System erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 400 Liter pro Stunde.

Alle Drucker von Voxeljet verwenden ein Jetting System, bei dem mit Hilfe von Düsen ein Kleber auf das Pulverbett gebracht wird und so der Bauteil Schicht für Schicht entsteht.

Der Geschäftsführer von Voxeljet UK, James Reeves, hat kürzlich in einer Mitteilung erste Details bekannt gegeben. Darin schreibt er: “Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir einen großen Schritt getan, um die Fertigungslandschaft neu zu erfinden, indem wir die weltweit erste vollautomatische 3D-Produktionslösung entwickelten, die die herkömmliche Fertigung in der Serienproduktion ersetzen kann. Die integrierte Lösung ermöglicht die automatisierte Fertigung von Bauteilen, die im Gießprozess kritischer Motorkomponenten zum Einsatz kommen. “

Leider gab Voxeljet kaum Informationen über technische Details des VJET X-IOB preis, Herr Reeves betonte nur, dass das Drucksystem eine kostengünstige Massenproduktion ermöglicht bei gleichbleibender Flexibilität und Designfreiheit, welches durch die Verwendung von 3D-Druckern immer gegeben ist. Für die Automobilhersteller würde das System bessere Motoren bedeuten, bei gleichbleibender Produktionszeit und erhöhter Flexibilität, weil unterschiedliche Motorenvarianten auf einem Drucker hergestellt werden können. Ein Motorteil könnte optimaler für die Anwendung designt werden und dadurch Kraftstoff sparen und die Kosten pro Bauteil senken.

Voxeljet möchte mit ihrem neuen System VJET X-IOB den Automobilsektor überzeugen von der traditionellen Massenproduktion zur Massenproduktion mit additiven Verfahren zu wechseln um die Qualität ihrer Produkte zu steigern. Die bisherigen Details des Druckers klingen vielversprechend und Voxeljet möchte bald mehr Informationen über das Fertigungssystem liefern mit ersten Anwendungsbeispielen.

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Ich bin 26 Jahre alt und Mechatronik Student am Technikum Wien. Ich bin seit 10 Jahren mit Unterbrechungen in der Industrie tätig und habe dort im Bereich der Wartung, Automatisierung und Konstruktion gearbeitet. Den ersten Kontakt mit generativer Fertigung hatte ich erst im jetzigen Studium, wurde aber direkt gepackt von den Möglichkeiten, welche uns diese Technik bringt. Ich bin gespannt, wo uns diese Technologie noch hin bringt.