Home Essen „Wozu brauchen wir 3D-gedrucktes Essen?“ – Forscher findet lebenswichtigen medizinischen Nutzen

„Wozu brauchen wir 3D-gedrucktes Essen?“ – Forscher findet lebenswichtigen medizinischen Nutzen

Der australische Forscher Dr.Aarti Tobin, will 3D-Druck verwenden, um Essen für Menschen mit Dysphagie herzustellen. Außerdem könnten mit dieser Methode die Nährwerte der Lebensmittel an die individuellen Bedürfnisse von Personen angepasst werden.

Dysphagie bezeichnet eine Störung die sich in Schwierigkeiten beim Schlucken von Speisen oder Flüssigkeiten äußert. Das Symptom betrifft hauptsächlich ältere Menschen und wird durch reduzierte Muskelkontrolle, Schlaganfälle, neurologischen Dysfunktionen und dem Verlust der Zähne verursacht. Aufgrund von Folgen wie Mangelernährung, Dehydratation, Aspirationspneumonie und sogar Tod, stellt Dysphagie ein ernstzunehmendes Problem da.

In Pflegeheimen wird das Essen für Betroffene püriert um es weicher zu machen, jedoch fehlt bei dieser Methode der visuelle, appetitanregende Reiz, was bedeutet, dass besonders demente Senioren die Nahrung oft nicht zu sich nehmen wollen. Aber welche Alternativen gibt es? Der australischer Forscher Dr. Aarti Tobin hat sich genau diese Frage gestellt. Tobin ist Teamleiter des Meat Science Teams der Commonwealth Scientific Industrial Research Organisation (CSIRO) in Brisbane, Australien, wo die Forschung auf die Rolle der 3D-Printmedien für Dysphagie-Patienten gerichtet ist.

Der Wissenschaftler kündigte vor kurzem auf der  3D-Foodprinting-Konferenz der Monash University in Melbourne an, dass  die genießbare Additivherstellung von Nahrung eine  Langzeitlösung für Dysphagie Patienten darstellen könnte.  3D-gedrucktes Essen sieht aus wie echtes Essen, kann aber weich und schmackhaft gemacht werden, ohne dabei lebenswichtige Nährstoffe zu zerstören.

CSIRO-Forscher haben auch erklärt, dass in den kommenden Jahren 3D gedrucktes Essen dazu beitragen könnte, unsere Ernährung zu personalisieren und auf den individuellen Nährstoffverbrauch anzupassen.

„Brauchen Sie heute Morgen nach dem anstrengenden Wochenende mehr Eisen? Was wäre, wenn unser cleveres Biosensiergerät mit unserem professionellen 3D-Druck-Nahrungsmittelgenerator sprechen könnte und ein eisenreiches Mittagessen entwickeln kann, das speziell für uns gemacht wurde? Wir fangen an, mit unseren zukünftigen Wissenschaftsplattformen Sci-Fi-Träume so zu realisieren „, sagt Pamela Tyers von CSIRO.

Allerdings gibt es laut Dr. Tobin noch einen langen Weg zu gehen, bevor diese futuristischen Träume wirklich umgesetzt werden können. Zuerst müssen noch neue Geschäftsmodelle geschaffen werden, um den Anforderungen der verschiedenen Märkte gerecht zu werden.

Die CSIRO-Forscher erklären aber auch, dass wir uns in Zukunft auf eine Menge Innovationen  in diesem revolutionären Bereich freuen dürfen.

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