3D-Bioprinter in Sojus-Rakete zerstört

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Erstmals hätte ein Bioprinter ins Weltall gebracht werden sollen. Forscher wollten die Auswirkung der Schwerelosigkeit testen wollen. Nun wurde der Drucker beim Flug zu der Internationalen Raumstation (ISS) zerstört.

Der Bioprinter hätte mit einer russischen Sojus-Rakete zu der Raumstation gebracht werden sollen. Jedoch schlug der Start letzte Woche fehl. Nach knapp drei Minuten nach dem Start versagte die zweite Stufe der Rakete, nachdem zuvor die vier Booster der Stufe 1 abgeworfen worden waren.

Zum Glück konnte das Notrettungssystem die Raumfahrer Alexei Owtschinin (Russland) und Tyler „Nick“ Hague (USA) retten. Die Sojus-Kapsel wurde hierbei in mehr als 100 Kilometer Höhe von der Rakete getrennt und fiel in einer ballistischen Kurve zur Erde zurück.

Für die russiche Raumfahrt ist dies ein Rückschlag. Es war der erste russische Unfall dieser Art in den letzten Jahrzehnten. Die Ursachen sind noch nicht geklärt und die Flüge einstweilen eingestellt.

Backup-Plan von 3D Bioprinting Solutions

Das russische Unternehmen 3D Bioprinting Solutions, welche den 3D-Bioprinter mit dem Namen Organ.Aut entwickelt haben, haben jedoch einen Backup-Plan. So teilte Yousef Hesuani, einer der Gründer des Unternehmens, mit dass es noch ein zweites Modell des Druckers gibt. Dieser Drucker soll demnächst ins All geschossen werden.

3D Bioprinting Solutions war jedoch nicht das einzige Unternehmen, welches einen 3D-Bioprinter zur ISS bringen wollte. Im Juli haben wir darüber berichtet, dass ein weiteres Projekt dieser Art zur Internationalen Raumstation gebracht werden soll.

Videoaufnahmen des Fehlstarts der Sojus-Rakete

Footage from inside Soyuz spacecraft shows crew at moment of failure

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