Home Forschung & Bildung 3D-Druck von Blutplasma kann Wundheilung beschleunigen

3D-Druck von Blutplasma kann Wundheilung beschleunigen

Forschungen der RCSI University of Medicine and Health Sciences deuten darauf hin, dass 3D-Druck von Blutplasma die Wundheilung beschleunigen kann.

Die in der Fachzeitschrift Advanced Functional Materials veröffentlichte Studie wurde von Forschern der Tissue Engineering Research Group (TERG) und des SFI AMBER Centre am RCSI-Department für Anatomie und Regenerative Medizin geleitet.

Plättchenreiches Plasma (PRP) ist ein natürlicher Heilstoff in unserem Blut. In dieser Studie wird untersucht, wie der Wundheilungsprozess verbessert werden kann, indem PRP aus dem Blut eines Patienten mit einer komplexen Hautwunde extrahiert und durch 3D-Druck zu einem Implantat für die Gewebereparatur verarbeitet wird. Dies kann zur Behandlung schwer heilender Hautwunden in einem einzigen chirurgischen Eingriff verwendet werden.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Anwendung des 3D-gedruckten PRP-Implantats dazu beitrug, die Heilung der Wunde zu beschleunigen, indem es eine effiziente Vaskularisierung (d. h. die Entwicklung neuer Blutgefäße) ermöglichte und die Fibrose (Vernarbung/Verdickung des Gewebes) hemmte. Beide Prozesse sind für eine wirksame Wundheilung unerlässlich.

Professor Fergal O’Brien, Professor für Bioengineering und regenerative Medizin am RCSI, sprach über die neuen Aspekte dieser Entdeckung: „Die vorhandene Literatur deutet darauf hin, dass das PRP, das bereits in unserem Blut vorhanden ist, zwar zur Wundheilung beiträgt, aber dennoch Narbenbildung auftreten kann. Durch den 3D-Druck von PRP in ein Biomaterialgerüst können wir die Bildung von Blutgefäßen fördern und gleichzeitig die Bildung von Narben vermeiden, was zu einer erfolgreicheren Wundheilung führt.“

„Neben den vielversprechenden Ergebnissen für die Wundheilung der Haut kann diese Technologie potenziell auch für die Regeneration anderer Gewebe eingesetzt werden und damit den ständig wachsenden Markt der regenerativen Medizin, des 3D-Drucks und der personalisierten Medizin entscheidend beeinflussen.“

Finanziert wurde das Projekt von der Science Foundation Ireland im Rahmen des EU-Netzwerks M-ERA.NET und dem Advanced Materials and BioEngineering Research Centre sowie dem EU-Projekt BlueHuman Interreg Atlantic Area.

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