Home Forschung & Bildung 3D-Druck-Paper Übersicht: Hitzebeständiges Material und mehr

3D-Druck-Paper Übersicht: Hitzebeständiges Material und mehr

Wöchentlich erscheinen etliche wissenschaftliche Papers über die additive Fertigung. Jeden Tag stellen wir solche wissenschaftliche Ergebnisse bei 3Druck.com in eigenen Artikel vor. Am Ende der Woche wollen wir nun auch Studien vorstellen, die es ansonsten nicht in unsere Berichterstattung geschafft hätten.

ORNL-Wissenschaftler entwickeln hitzebeständiges ‘Mighty Mo’ EBM-3D-Druckmaterial

Wissenschaftler des Oak Ridge National Laboratory (ORNL) haben eine neue Molybdän (Mo)-Formulierung entwickelt, die speziell für die Verwendung mit Electron Beam Melting (EBM) 3D-Druckern optimiert ist.

Durch das Mischen von Molybdän mit Titancarbid (TiC)-Pulver konnte das ORNL-Team ein “Mighty Mo”-Material herstellen, das die übliche Sprödigkeit und Sauerstoffreaktivität der Legierung überwindet. Nach dem EBM-3D-Druck liefert der Metallmatrix-Verbundwerkstoff dichte, rissfreie Teile, die auch extremen Temperaturen standhalten, was ihn möglicherweise ideal für den Einsatz in anspruchsvollen Luft- und Raumfahrtanwendungen macht.

Die Ergebnisse der Forscher werden in ihrem Paper mit dem Titel “Additive Manufacturing of Pure Mo and Mo + TiC MMC Alloy by Electron Beam Powder Bed Fusion” beschrieben. Die Forschungsarbeit wurde von Christopher Rock, Edgar Lara-Curzio, Betsy Ellis, Christopher Ledford, Donovan N. Leonard, Rangasayee Kannan, Michael Kirka und Timothy Horn verfasst.

Wissenschaftler züchten menschlichen Neokortex in einem billigen 3D-gedruckten Bioreaktor

Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des Indian Institute of Technology Madras haben einen neuartigen 3D-gedruckten mikrofluidischen Bioreaktor entwickelt, der in der Lage ist, selbstorganisierendes menschliches Gehirngewebe zu züchten.

Mit Hilfe des SLA-3D-Drucks und eines alltäglichen Dentalharzes waren die Forscher in der Lage, Organ-on-a-Chip-Geräte für die Kultivierung lebender Nervenzellen und einen Bioreaktor für deren Wachstum unter In-vitro-Bedingungen herzustellen. Bei einem Preis von nur 5 Dollar könnte der Aufbau des Teams als kostengünstige Alternative zu kommerziellen Kulturschalen dienen, wenn es darum geht, Medikamente zu testen und Behandlungen für Krankheiten wie Demenz oder Autismus zu entwickeln.

Die Ergebnisse der Forscher werden in der Publikation mit dem Titel “A low-cost 3D printed microfluidic bioreactor and imaging chamber for live-organoid imaging” beschrieben. Die Arbeit wurde von Ikram Khan, Anil Prabhakar, Chloe Delepine, Hayley Tsang, Vincent Pham und Mriganka Sur verfasst.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.