3D-gedruckte Stents aus PLA und PCL

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Ein Stent dient zum offen halten von Organen oder Blutbahnen, sie werden häufig bei Herzinfarkten verwendet um Arterien wieder zu öffnen. Derzeit wird an biologisch abbaubare Stents gearbeitet und ein Forschungsteam erforscht PLA und PCL als möglichen Werkstoff.

PLA (Polymilchsäuren und PCL Polycaprolacton (biologisch abbaubarer Kunststoff) sind gut druckbar und deshalb als Stent sehr gut geeignet. Die Forscher haben ein Paper mit dem Namen “3D-Printed PCL/PLA Composite Stents: Towards a New Solution to Cardiovascular Problems”, veröffentlicht, in dem sie auf bestehende Probleme eingehen und Lösungsansätze liefern.

Biologisch abbaubare Stents haben hohe Anforderungen, so muss die Herstellung präzise sein und der Abbau im Körper sollte minimale toxische Reaktionen erzeugen. Auch darf sich der Stent nicht schneller auflösen als wie sich das Gewebe anpassen kann, aber er muss lang genug bestehen, damit sich eine neue Gefäßinnenhaut bildet (Endothelialisierung). Zum Einsetzen der Gefäßstütze muss er flexibel genug sein aber muss immer noch Steif genug sein um das Gefäß offen zu halten.

PCL besser als PLA

Die 3D-gedruckten Stents wurden durch einen Schlauchdrucker hergestellt und mit menschlichen Zellen versehen, um zu überprüfen wie sich das Material verhält. Die Forscher bestätigten sie Annahme, dass das Zellwachstum besser ist, wenn die Fläche des Stents gering ist, dabei ist die Form der Gefäßstütze nicht entscheidend. Im Test hat PCL besser abgeschnitten, weil die Zellwachstumsrate höher und die eigene Abbaurate gering war. PLA hingegen löst sich zu schnell auf, um einen signifikanten Einfluss zu haben.

„Basierend auf den hier vorgestellten Ergebnissen glauben wir, dass mit 3D-Druckverfahren hergestellte Polymer-Composite-Stents eine hochwirksame Lösung für die aktuellen Probleme von Stents aus Polymeren sein könnten“, schlussfolgern die Forscher.

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