Home Forschung & Bildung Universitätskrankenhaus Skåne: 3D-gedrucktes PEEK-Implantaten

Universitätskrankenhaus Skåne: 3D-gedrucktes PEEK-Implantaten

Das Universitätskrankenhaus Skåne ist das erste Krankenhaus der Welt, das ein PEEK-Kranioplastik-Implantat vor Ort 3D-gedruckt und danach erfolgreich bei einem Patienten eingesetzt hat.

Das Implantat, das auf dem Biomaterial VESTAKEEP PEEK von Evonik basiert, wurde mit dem 3D-Drucker ApiumM220 des deutschen Unternehmens Apium gedruckt. „Wir evaluieren derzeit eine Methode zum Drucken von Kranioplastik-Implantaten, die bei Operationen verwendet werden können. Mit dieser Methode können wir die gesamte Kette vom Entwurf und Druck der Implantate bis hin zur Anpassung und Operation im Krankenhaus durchführen“, so Einar Heiberg Brandt, Medizintechniker für klinische Physiologie und Nuklearmedizin am Universitätskrankenhaus Skåne und am Wallenberg-Zentrum für Molekularmedizin.

Das Modell wurde anhand von CT-Scans entworfen und angepasst. Danach wurde das digitale Modell mit einem speziell angepassten und gut getesteten biokompatiblen Kunststoffmaterial 3D-gedruckt. Das Team setzte beim 3D-Druck auf Hochtemperatur-PEEK-Materialien. Bevor das gedruckte Implantat für den Patienten bereit war, musste es zuvor im Krankenhauses noch sterilisiert werden.

Wie Einar Heiberg Brandt erklärte, war die Operation erfolgreich. Bei der Patientin handelt es sich um eine 40-jährige Frau, die nach einem Unfall eine Schädelplastik benötigte. Nun soll eine Studie zeigen, dass die Operation mit der Technik schneller durchgeführt werden kann und dass das Risiko von Infektionen geringer ist. Speziell angepasste Implantate verringern auch das Risiko von Hautverletzungen und ermöglichen den Patienten eine schnellere Genesung.

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