Effizientere Bauteile für Nutzfahrzeuge aus dem 3D-Drucker

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In Nutzfahrzeugen werden tausende von Bauteilen verbaut, viele davon können mit konventionellen Technologien kaum noch verbessert werden. An der TU Kaiserslautern wird an effizienteren Bauteilen geforscht, die mit Hilfe von Metall-3D-Druck hergestellt werden können.

Durch 3D-Druck können Bauteile mit komplexen Formen entwickelt werden, die mit konventionellen Verfahren nicht gefertigt werden können. Professor Roman Teusch leitet an der TU Kaiserslautern den Lehrstuhl für Konstruktion in Maschinenbau und Fahrzeugtechnik an.

Im Rahmen der Forschungen an der Universität sollen leichtere und somit effizientere Bauteile für Nutzfahrzeuge entwickelt werden. Wenn das Gewicht von beweglichen Bauteilen reduziert werden kann, reduziert sich meist die Kraft, die zum Antrieb dieser Teile notwendig ist und somit auch der Treibstoffverbrauch. Alternativ kann auch die Gesamtmasse gesenkt werden, um weniger Energie zum Fahren zu benötigen.

Mit konventionellen Technologien können allerdings viele Teile nicht mehr effizienter gestaltet werden. Hierfür bietet 3D-Druck neue Möglichkeiten zum Design komplexer Bauteile, außerdem können teilweise ganze Baugruppen auf einmal erzeugt werden. Gerade organische Strukturen oder topologische Optimierungen, die in Kombination mit 3D-Druck durchgeführt werden, sind derzeit besonders populäre Forschungsansätze.

Welche Ergebnisse die Forschung in Zukunft mit sich bringt, kann aktuell noch nicht vorhergesagt werden. Klar ist nur das Ziel: Verbesserung der Effizienz von Nutzfahrzeugen. Möglicherweise können zudem große Baugruppen zusammengefasst werden und so der Aufbau von Nutzfahrzeugen vereinfacht werden. An der TU Kaiserslautern gibt es zudem einen Studiengang (Masterstudium: Commercial Vehicle Technology), der sich mit Technologien zum Fahrzeugbau beschäftigt.

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