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Forscher entwickeln neue universelle Sprache für 3D-Druck

Um den additiven Fertigungsprozess zu rationalisieren sowie dessen Produktivität zu steigern entwickelten Forscher der in Großbritannien ansässigen University of Huddersfield eine neue, einheitliche Sprache für den 3D-Druck.

Mit der Entwicklung dieser neuen Sprache erhoffen sich die Forscher nun eine allgemeine Verbesserung über die gesamte Produktionskette hinweg. Diese neue, universelle Sprache soll ebenso die Produktivität des 3D-Drucks steigern und weiters umweltfreundlichere Herstellung zur Folge haben. Dr. Qunfen Qi, Wissenschaftlerin am Huddersfield EPSRC Future Advanced Metrology Hub, erklärt:

“Die Forschung kann eine intelligente Sprache bieten, die es Konstrukteuren, [additiven Fertigungs-] Ingenieuren und Inspektoren ermöglicht, wirklich intelligent, robust und produktiv miteinander zu kommunizieren.”

Digitale Mittel zur gemeinsamen Nutzung und Verarbeitung von 3D-Modellen finden sich mittlerweile zu Hauf.

“Der Austausch von CAD-Modelldaten zwischen heterogenen CAD-Systemen ist für die kollaborative Produktentwicklung unerlässlich. Derzeit verwendet die Branche hauptsächlich standardisierte neutrale dateibasierte Methoden, um einen solchen Austausch zu implementieren,” erklärt Dr. Qi in einem zu diesem Thema veröffentlichen Artikel.

Weiters heißt es:

“Die Koexistenz verschiedener Arten von Methoden hat zu einer Reihe von Kontroversen und Fragen innerhalb der Industrie und der Wissenschaft geführt. Können die auf neutralen Dateien basierenden Austauschmethoden den Modelldatenaustausch zwischen heterogenen CAD-Systemen vollständig implementieren?”

Die Frage besteht als darin, ob die Dateien nun für die einheitliche Kommunikation mit Entwurfsplattformen, Konstruktionsprogrammen und Prüfsoftware geeignet sind. Dies lässt sich – trotz einiger Bemühungen von Softwareunternehmen, welche versuchen eine “Einheitslösung” für die vorher genannte Kommunikation zu bieten – mit einem einfachen Nein beantworten.

Als Basis für Dr. Qi’s Arbeit in der Welt der additiven Fertigung dient mathematische Kategorientheorie. Nach eigener Aussage erhofft sich Dr. Qi von diesen Forschungsarbeiten eine Verbesserung der Prozesswiederholbarkeit sowie der “Reproduzierbarkeit von Teil zu Teil”. Ebenso erwartet die Forscherin eine Reduktion des Energieverbrauchs sowie der Ausfallrate, während “die Produktionskosten sinken und eine umweltfreundlichere Herstellungstechnologie ermöglicht werden.”

Das Hauptziel besteht nun in der Entwicklung einer universellen sowie intelligenten Sprache, welche unabhängig von Anwendung und Branchen eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse der bisherigen Forschungsarbeiten stehen derzeit noch aus.

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