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Forscher haben kleinstes Schaltungselement für fluidische Schaltungen 3D-gedruckt

Forscher der University of Maryland (USA) hab ein Schaltungslement für Flüssigkeiten entwickelt. Dieses wurde mittels 3D-Druck hergestellt und ist das kleinste Schaltungslement das bisher in dem Bereich erzeugt werden konnte.

An der UMD (University of Maryland) hat ein Team aus ambitionierten Forschern und Wissenschaftlern das weltweit kleinste Schaltungslement für Flüssigkeiten mit Hilfe eines 3D-Drucker entwickelt. Das ist insofern relevant weil derartige Schaltungen immer häufiger in Medizinprodukten vorkommen und auch für Organ-on-a-Chip-Modelle sehr beliebt sind. Somit können fluidische Schaltungen eingesetzt werden um zahlreiche Behandlungsmethoden schneller zu testen aber auch der Einsatz in Medizinprodukten wird immer intensiver erforscht.

Wenn heute ein neues Medikament entwickelt wird muss es erst einen aufwendigen Prozess zur Zulassung durchlaufen. Dabei werden Organ-on-a-Chip-Modelle verwendet um Reaktionen von Menschen auf Medikamente zu testen. Erst wenn diese Modelle die gewünschte Wirkung zeigen können weitere Tests zur Zulassung durchgeführt werden.

Dabei gibt es jedoch auch Schwierigkeiten: Damit die Reaktionen eines Modells nahe an der Wirklichkeit sind muss das Modell sehr nahe an der Realität sein. Dafür müssen Geometrien und Maßstäbe exakt eingehalten werden. Das ist technisch jedoch nicht möglich – die Modelle sind also deutlich größer als sie im Optimalfall sein sollten.

Das UMD Forschungsteam hat dafür jedoch eine Lösung gefunden: Mittels in-situ direct laser writing (isDLW) konnten deutlich höhere Auflösungen und Genauigkeiten erzielt werden. Zusätzlich ist das Verfahren auch noch annehmbar schnell und könnte somit in Zukunft zum neuen Standard für die Entwicklung von Modellen von Organen (auf Chips) werden.

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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.