Home Forschung & Bildung Forscher senken Kosten und klinische Belastung bei Diabetesebehandlung

Forscher senken Kosten und klinische Belastung bei Diabetesebehandlung

Diabetes, eine lebenslange Erkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel eines Menschen zu hoch wird, gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Das diabetische Fußgeschwür (DFU) ist eine schwerwiegende Komplikation von Diabetes, von der etwa 25 % der Diabetiker betroffen sind. Wenn sie entdeckt werden, sind über 50 % bereits infiziert, und in über 70 % der Fälle kommt es zu einer Amputation der unteren Gliedmaßen.

Die für eine wirksame Heilung der DFU erforderliche Behandlungsstrategie ist ein komplexer Prozess, der mehrere kombinierte therapeutische Ansätze erfordert. Infolgedessen ist die Behandlung von DFU mit einer erheblichen klinischen und wirtschaftlichen Belastung verbunden. Diese Behandlungen sind oft erfolglos, was zu Amputationen der unteren Gliedmaßen führt.

Eine neue Forschungsarbeit von Forschern der Queen’s University Belfast zeigt Ergebnisse mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten sowie auf die Senkung der Kosten und der klinischen Belastung bei der Behandlung von DFU.

Jüngste Forschungsarbeiten haben sich auf mit Medikamenten beladene Gerüste zur Behandlung von DFU konzentriert. Die Gerüststruktur ist ein neuartiger Träger für die Abgabe von Zellen und Medikamenten, der die Wundheilung verbessert.

Die in Springer Link veröffentlichte Forschungsarbeit wurde von Professor Lamprou auf dem Workshop der Controlled Release Society (CRS) in Italien (7.-9. Oktober) vorgestellt.

Professor Dimitrios Lamprou, Professor für Biofabrication and Advanced Manufacturing an der Queen’s School of Pharmacy und korrespondierender Autor, erklärt: „Diese Gerüste sind wie Fenster, die es den Ärzten ermöglichen, die Heilung ständig zu überwachen. So müssen sie nicht ständig entfernt werden, was zu Infektionen führen und den Heilungsprozess verzögern kann.

Der ‚Rahmen‘ enthält ein Antibiotikum, das hilft, die Bakterieninfektion zu ‚töten‘, und das ‚Glas‘, das aus Kollagen/Natriumalginat hergestellt werden kann, kann einen Wachstumsfaktor enthalten, der das Zellwachstum fördert. Das Gerüst hat zwei molekulare Schichten, die beide eine wichtige Rolle bei der Wundheilung spielen“.

Die Hauptautorin Katie Glover von der Queen’s School of Pharmacy fasst zusammen: „Mit Hilfe der Bioprinting-Technologie haben wir ein Gerüst mit geeigneten mechanischen Eigenschaften zur Behandlung der Wunde entwickelt, das leicht an die Größe der Wunde angepasst werden kann. Dies stellt eine kostengünstige Alternative zu den derzeitigen DFU-Behandlungen dar, die die DFU-Behandlung revolutionieren könnte, indem sie die Ergebnisse für die Patienten verbessert und gleichzeitig die wirtschaftliche Belastung verringert, die durch die rasch steigende Nachfrage der Patienten verursacht wird, da die Zahl der Menschen mit Diabetes jedes Jahr weiter zunimmt.“

Mehr über die Queen’s University Belfast finden Sie hier.

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