Fraunhofer startet Projekt für 3D-gedrucktes Kupfer

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Kupfer ist für seine besondere Eigenschaften wie elektrische Leitfähigkeit oder Wärmeleitfähigkeit bekannt und daher oft genutzt. Durch die Oberflächenbeschaffenheit lässt sich Kupfer aber nicht so einfach wie andere Metall mit einem Laser schmelzen. Für Abhilfe soll das aktuelle Projekt, SLM IN GREEN, des Fraunhofer Institutes sorgen.

Pures Kupfer reflektiert bis zu 90% der Energie von konventionellen Laserstrahlen und kann dadurch nicht so einfach verarbeitet werden. Wenn Metall 3D-gedruckt werden sollen wird es aber überlicherweise als Pulver mit einem Laser geschmolzen. Genau das funktioniert bei Kupfer aber leider nicht sehr gut.

Fraunhofer hat allerdings eine alternative gefunden, ebenfalls mit einem Laser, allerdings mit einem grüner Laser mit einer Wellenlänge von 515 nm (üblich sind ca 1µm). Dadurch kann der Laser genauer eingesetzt werden und es wird weniger Energie verbraucht. In weiter Folge erhofft sich das Forschungsteam weitere positive Effekte wie höhere Detailgenauigkeit.

We are hoping for a more homogeneous melt pool dynamics so that we can build components with high material density and achieve other positive effects, such as a higher detail resolution.

Das Projekt wurde von der deutschen Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (kurz AiF) gefördert und soll bis Mitte 2019 fertiggestellt werden.