Home Forschung & Bildung GE entwickelt 3D-gedrucktes System zur Abscheidung von CO2 aus der Luft

GE entwickelt 3D-gedrucktes System zur Abscheidung von CO2 aus der Luft

Mit Blick auf eine CO2-freie Energieversorgung arbeiten GE-Forscher mit führenden Chemikern und Ingenieuren der UC Berkeley und der University of South Alabama zusammen. Das Team hat vom US-Energieministerium (DOE) den Zuschlag für ein zweijähriges Projekt mit einer Finanzierung in der Höhe von 2 Mio. USD erhalten. Im Rahmen des Projekts soll ein neuartiges, potenziell bahnbrechendes System zur Abscheidung von Kohlendioxid direkt aus der Luft entwickelt werden. Das DOE vergibt 1,5 Millionen Dollar, wobei GE und seine Partner einen Kostenanteil von 500.000 Dollar übernehmen.

GE Research entwickelt zusammen mit seinen Projektpartnern an der Universität einen einzigartigen Ansatz, bei dem die 3D-gedruckte Wärmetauschertechnologie mit innovativen Sorptionsmaterialien kombiniert wird, um ein System zu schaffen, das Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid effektiv aus der Luft extrahiert. Dasselbe Team wendet einen ähnlichen innovativen Ansatz an, um im Rahmen eines laufenden Projekts mit der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) Wasser aus der Luft zu extrahieren, um Truppen im Feld mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

„Wir kombinieren das umfassende Wissen von GE in den Bereichen Werkstoffe, Wärmemanagement und 3D-Drucktechnologien mit der Weltklasse-Expertise der UC Berkeley in der Entwicklung von Sorptionsmaterialien und der University of South Alabama in der Sorptionsmodellierung und -prüfung, um ein neuartiges System zur Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft zu entwickeln“, so David Moore, Principal Investigator und Technology Manager für Materialphysik und Chemie bei GE Research. „Mit diesem Projekt wollen wir die Machbarkeit eines Systems demonstrieren, das in Zukunft eine groß angelegte, wirtschaftliche Lösung für die weitreichende Dekarbonisierung des Energiesektors sein könnte.“

Moore erklärte, dass das Team von GE Research jahrzehntelange technische und fachliche Erfahrung in den Bereichen Materialinnovation, Verfahrenstechnik und Kommerzialisierung, Design und Entwicklung von Wärmetauschern und anderen Wärmetechnologien für seine Kraftwerksturbinen- und Düsentriebwerksplattformen sowie umfassendes Fachwissen im Bereich des 3D-Drucks. GE ist schon seit einigen Jahren mit GE Additive im Bereich des Metall-3D-Drucks aktiv. Darüber hinaus verfügt GE Research über ein engagiertes Team von Forschern, die das Design und die Entwicklung von 3D-gedruckten Teilen für eine Vielzahl von Industrieprodukten im gesamten GE-Geschäftsportfolio in den Bereichen Energie, Luftfahrt und Gesundheitswesen unterstützen.

Das Team der UC Berkeley unter der Leitung des renommierten Chemieprofessors Omar Yaghi ist weltweit führend in der Entwicklung von Sorptionsmaterialien, die in der Lage sind, bestimmte Elemente aus der Luft zu extrahieren.

„Seit der ersten Kristallisierung und dem Nachweis der Porosität von metallorganischen Gerüsten im Jahr 1995 bzw. 1998 haben wir deren Chemie und Design auf atomarer/molekularer Ebene kontinuierlich weiterentwickelt“, so Yaghi. „Die Zusammenarbeit mit GE bei der Anwendung dieser Materialien zur Abscheidung von Kohlendioxid kommt daher genau zum richtigen Zeitpunkt und ist eine äußerst glückliche Kooperation, um eines der dringendsten Probleme unseres Planeten anzugehen.“

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.