Home Forschung & Bildung Forschung: Künstliche Eierstöcke aus dem 3D-Drucker

Forschung: Künstliche Eierstöcke aus dem 3D-Drucker

Ein Team von Wissenschaftlern versuchen schon seit mehreren Jahren einen 3D-gedruckten und implantierbaren künstlichen Eierstock zu entwickeln, der es unfruchtbaren Frauen ermöglichen könnte, schwanger zu werden. Nun haben die Forscher zum ersten Mal Strukturproteine ​​in einem Eierstock identifiziert und kartiert, welche die Entwicklung einer Tinte für den Bioprint des Organs erleichtern.

Viele Frauen die Krebsbehandlungen wie zum Beispiel Chemotherapie durchmachen, erleiden Schäden an ihren Eierstöcken oder verlieren sogar ihre Fruchtbarkeit. Aus diesem Grund ist beschäftigen sich Wissenschaftler der Feinberg School of Medicine der Northwestern University mit der Möglichkeit einen künstliche Eierstöcke zu entwickeln. 2017 haben wir über einen großen Durchbruch des Teams berichtet. Da schafften es die Wissenschaftler 3D-Biorpint Eierstöcke bei Mäusen erfolgreich einzusetzen.

Nun ist ein erneuter Durchbruch gelungen. Im November 2019 erhielt das Forscherteam ein Patent für die Schaffung eines künstlichen Eierstocks. In jüngster Zeit gelang es dem Team auch die Position von Strukturproteinen in einem Eierstock eines Schweins zu bestimmen, die den Strukturproteinen in menschlichen Eierstöcken sehr ähnlich sind.

Das Ziel der Wissenschaftler ist es, mit den Strukturproteinen der Eierstöcke ein biologisches Gerüst zu konstruieren, das eine Bank potenzieller Eier und hormonproduzierender Zellen tragen kann. Nach der Implantation würde der künstliche Eierstock auf natürliche Anzeichen auf den Eisprung reagieren und eine Schwangerschaft ermöglichen.

Die von den Wissenschaftlern angewandte Methodik zur Kartierung der Strukturproteine ​​in einem Eierstock kann nicht nur auf ihre eigene Forschungsinitiative angewendet werden, sondern auch auf andere Organe.

Die Forschungsarbeit erschien in Nature unter dem Namen „Proteomic analyses of decellularized porcine ovaries identified new matrisome proteins and spatial differences across and within ovarian compartments“. Als Autoren werden Nathaniel F. Henning, Richard D. LeDuc, Kelly A. Even und Monica M. Laronda genannt. Das Paper kann kostenlos online abgerufen werden.

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