Micro-Extruder von TWWormer für Forschungszwecke

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TWWormer & Associates hat einen Micro-Extruder für Forschungszwecke entwickelt. Konkret sollen damit Kunststoffe zu Forschungszwecken extrudiert werden. Das soll die Entwicklung von neuen 3D-Druckmaterialien beschleunigen.

Ein Extruder hat die Aufgabe, Kunststoffteile zu schmelzen und daraus einen Strang herzustellen. Diesen Strang nennen wir dann gerne Filament und verwenden es zum FDM 3D-Druck. Um neue Materialien zu entwickeln und zu testen ist es notwendig so einen Extruder zu verwenden. Die Geräte, die wirklich zur Herstellung von großen Mengen Filament gedacht sind, sind jedoch sehr teuer und meist auch sehr groß. Daher hat TWWormer & Associates (mit Standort in Edinburgh) einen kompakten Extruder entwickelt.

Im neuen Micro-Extruder steckt eine sehr aufwendige Forschungsarbeiten. So wurde in den letzten 4 Jahren die Geometrie der Förderschraube optimiert. Das geschah in Zusammenarbeit mit dem Oak Ridge National Laboratory. Um sich vor Kopien zu schützen, wurde die Technologie zudem patentiert.

Der gesamte Microextruder wiegt nur etwa 15 Pfund ( 6.8 Kilogramm). Als Materialzufuhr dienen entweder Kunststoffpellets in Standardgröße oder „Micro Pellets“. Die Maximale Durchfuhr beträgt etwa 20 Pfund pro Stunde (ca 9 Kilogramm). Verarbeitet werden können verschiedenste Materialien. Auch Zusatzstoffe wie Carbonfasern können so getestet werden.

Durch die kompakte Bauform und das breite Einsatzspektrum soll der Micro-Extruder besonders für die Forschung interessant sein. Einrichtungen die sich keinen teuren und großen Extruder leisten können/wollen, können in Zukunft einfach auf dieses Produkt setzen. Dadurch sollte natürlich auch die Entwicklung neuer 3D-Druck Filamente schneller voranschreiten.

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