Nano Dimension gründet 3D-Bioprinting Tochterunternehmen mit Fokus auf Nierenerkrankungen

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Das israelische Unternehmen Nano Dimension, das sich mit der Entwicklung des DragonFly 2020 auf 3D-gedruckte Leiterplatten und Elektronik-3D-Druck spezialisiert hat, wird sich mit einem neu gegründeten Tochterunternehmen dem 3D-Bioprinting zuwenden.

Nano Dimension möchte eine 3D-Bioprinting-Plattform entwickeln, mit der sich biologische Strukturen aus Gewebe und Zellen herstellen lassen, die ähnlich der menschlichen Niere funktionieren. Dabei will sich das Unternehmen primär auf terminale Niereninsuffizienz (ESRD) fokussieren.

Das Unternehmen gibt ab, dass laut des United States Renal Data Systems die Kosten der bundesstaatlichen Krankenversicherung Medicare für ESRD-Services $32,8 Milliarden erreicht haben und zwischen 2013 und 2014 um 3,3% gestiegen sind. Die Warteliste der Transplantatsempfänger wächst weiterhin und listet in den USA derzeit 98.000 Patienten. Im Vergleich dazu wurden 2016 nur 19.000 Nierentransplantationen durchgeführt.

CEO Amit Dror erklärt in einer Pressemeldung des Unternehmens:

„We believe that our high-end 3D printing capabilities, together with our expertise in nano-chemistry and advanced materials, provide significant added value to the promising field of bio-printing. We look forward to bringing our know how and IP in multi-material 3D printing, and integrating it into the emerging world of 3D bio-printing. We believe that a bio-printing platform with these advantages has the potential to enable the creation of very complex biological structures.“

Nano Dimension hat bereits mit Accellta, einem Unternehmen für Lösungen zur Kultivierung von Stamm- und anderen Zellen, gearbeitet, und vergangenes Jahr einen Proof-of-Concept für aus Stammzellen 3D-gedrucktes Gewebe hergestellt sowie ein Patent dafür eingereicht.