Home Forschung & Bildung Neues magnetisches Filament von der ETH Zürich

Neues magnetisches Filament von der ETH Zürich

Der ETH-Doktorand Kai von Petersdorff-Campen hat ein neues Filament entwickelt, das magnethaltige 3D-gedruckte Produkte erlaubt. Als Anwendungsbeispiel hat er eine künstliche Herzpumpe gebaut und damit einen internationalen Prototypen-Wettbewerb gewonnen.

Der ETH-Doktorand Kai von Petersdorff-Campen hat ein neues magnethaltiges Filament entwickelt. Eigentlich sollte ja die Entwicklung des Filaments die große Neuerung sein, doch dann hat der Doktorand eine künstliche Herzpumpe als Beispiel gedruckt. Mit dem Prototypen hat er dann direkt einen internationalen Prototypen-Wettbewerb gewonnen.

Mein Ziel war nicht, eine gute Herzpumpe herzustellen, sondern das Prinzip aufzuzeigen, wie sie in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt werden kann

Bei der Entwicklung des Filaments hat Kai von Petersdorff-Campen sich einem bekannten Problem angenommen: Kunststoff ist nicht magnetisch und es wird Magnetpulver beigemischt damit der Kunststoff magnetisch wird. Doch je mehr Magnetpulver beigemengt wird desto spröder wird das Filament, bis es schließlich nicht mehr gedruckt werden kann. Gleichzeitig wird für viele Anwendungen jedoch ein möglichst starker Magnetismus benötigt. Es war also die Herausforderung das richtige Material mit einer möglichst großen Menge an Magnetpulver zu kombinieren.

Manche fragen bereits, wo sie das Material bestellen können.

Kai von Petersdorff-Campen wurde aber auch kritisiert. Viele haben gesagt, dass das Filament gar nicht für medizinische Bauteile geeignet sein. Doch darum ging es dem Entwickler auch gar nicht, viel mehr war es das Ziel, ein Filament zu entwickeln das magnetisch ist. Das Potential von 3D-gedruckten Magneten ist groß: In vielen Produkten sind Magnete verbaut – durch 3D-Druck könnten solche Produkte womöglich in Zukunft schneller und günstiger entwickelt und produziert werden. Doch bis das möglich ist, müssen noch viele Versuche und Verbesserungen vorgenommen werden.

Punkto Material und Verarbeitung gibt es noch viel zu verbessern.

Magnet Printing for Heart Pumps - ETH Zurich - ASAIO Prototype Challenge
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QuelleETH Zürich