Russische Weltraumorganisation will 3D-gedrucktes Gewebe auf ISS herstellen

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Die russische Weltraumorganisation Roscosmos plant die Installation eines 3D Bioprinters an Bord der internationalen Raumstation ISS. Wissenschaftler vermuten, dass sich der Zustand der Mikrogravitation positiv auf den Druckprozess auswirken könnte.

Genauer gesagt, könnte der Zustand der Schwerelosigkeit dazu beitragen, dass die Struktur des Gewebes besser hält und die 3D-gedruckten Zellen an ihrem Platz bleiben.

Beim Bioprinting ist es derzeit notwendig eine gelartige Struktur herzustellen, die als Träger für die eigentlichen Zellen dient. Die russischen Forscher vermuten, dass der Zustand der Mikrogravität an Bord einer Raumstation diese Trägerstrukturen hinfällig macht.

Derzeit ist das Projekt, bei dem ein magnetisches Feld zum 3D-Druck von Gewebe auf der ISS zum Einsatz kommen soll, erst in einer frühen Entwicklungsphase. Bevor der Drucker aber tatsächlich auf der ISS getestet werden kann, steht den Forschern noch ein langer und komplexer Prozess bevor, wie Valentin Uvarov der russischen Tageszeitung Iswestija in einem Interview erklärte:

„Our next stage is to develop and approve technical specification and design documents for scientific equipment, which would be used for the experiment. Before this equipment gets on board the ISS, we have a long and difficult process to complete to create and test it on the ground, develop experiment procedures and teach the crew.“

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