Tokyo University: 3D-gedrucktes Eis

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Einem Forscher der Tokyo University of Technology (Japan) ist es gelungen kleine Strukturen aus Eis herzustellen. Dafür hat Hiroki Fujita einen modifizierten Desktop 3D-Drucker eingesetzt.

Zur Herstellung von Eis braucht man natürlich eine Flüssigkeit. Ganz klassisch wurde dabei bei dem Projekt auf Wasser gesetzt. Damit das Wasser zu Eis wird muss es in hoher Geschwindigkeit gekühlt werden. Die entwickelte Technik setzt zur Kühlung auf flüssiges HFC-Gas.

Das Wasser wird durch einen Airbrush „ausgedruckt“. Das Gas zur Kühlung wird simultan von einem zweiten Airbrush ausgegeben. HFC wurde eingesetzt, da es Wasser sofort einfriert. So können die Objekte aus Eis überhaupt erst erzeugt werden.

Aktuell können nur kleine Objekte gedruckt werden, da der 3D-Drucker selbst nur ein Delta-3D-Drucker ist. Dieser steht in einem beheizten Raum und große Objekte würde somit schmelzen, bevor sie fertig gedruckt wurden.

Der große Nachteil an der Technik ist er Einsatz von HFC. HFC-Gase werden auch Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) genant. Dabei handelt es sich um bekanntes Kühlmittel, das besonders klimaschädlich ist. So soll etwa Fluroform (HFC-23) ungefähr 15.000-mal (!) so schädlich für die Atmosphäre sein wie Kohlendioxid.

Noch ist unklar wofür der 3D-Drucker überhaupt eingesetzt werden kann. Denkbar wären Anwendungen in der Lebensmittelindustrie oder in der Gastronomie. Auf der anderen Seite könnte aber auch einfach Formen für Eiswürfel 3D-Drucken und diese mit Wasser befüllen.

Tokyo University: 3D-gedrucktes Eis