TU Chemnitz fertigt vollständigen Elektromotor in einem einzigen 3D-Druck

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Forschern der TU Chemnitz ist es gelungen einen Elektromotor in nur einem 3D-Druckvorgang zu fertigen. Das ist so besonders, weil Kupfer, Eisen und Keramik verbaut wurden.

Im letzten Jahr ist es einem Forschungsteam der TU Chemnitz gelungen, eine 3D-gedruckte Spule für einen Elektromotor zu fertigen. Diese konnte Temperaturen von über 300 Grad standhalten. Verwendet wurden Eisen, Kupfer (für die Windungen) und Keramik (zur Isolierung der Kupferbahnen). Keramik hat das Team gewählt weil es deutlich bessere Eigenschaften im Vergleich zu Kunststoff besitzt. Dadurch gelang es erst, dass die Spule Temperaturen von über 300 Grad standgehalten hat.

Our goal over the last two and a half years was to dramatically increase the temperature that electrical machines are capable of withstanding

Die 3D-gedruckten Keramikbestandteile sind somit nicht mehr der Schwachpunkt des Systems. Problematisch sind Temperaturen von über 700 Grad, da dann das Eisen seine ferromagnetische Wirkung verliert. Das ganze funktioniert natürlich nur dank einer ausgeklügelten 3D-Drucktechnik. Es ist nämlich äußerst Schwierig, Kupfer, Eisen und Keramik auf nur einem 3D-Drucker zu verarbeiten.

The motor that was printed in the Chemnitz University Laboratory represents a breakthrough and is at the same time the proof of principle – it demonstrates the feasibility – of our technology

In naher Zukunft wollen Johannes Rudolph und Fabian Lorenz ein Start-Up gründen um ihre Technologie kommerziell zu verwerten. Um das Interesse zu steigern wird das Team ihre Drucktechnologie zudem auf der Hannover Trade Fair von 23. bis 27. April vorstellen.

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