Yale Journal nimmt Auswirkungen des 3D-Drucks auf Umwelt und Gesundheit genauer unter die Lupe

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Eine Spezialausgabe des Yale Journal of Industrial Ecology präsentiert neuste Forschungsergebnisse zum Thema 3D-Druck und den Einfluss dieser Technologie auf Umwelt, Energie sowie Gesundheit.

Während die technologischen Möglichkeiten der Additiven Fertigung intensiv erforscht werden, gibt es derzeit noch keine umfassenden Erkenntnisse über die ökologische Auswirkungen, auch wenn diese als vielfach positiv vermittelt werden.

„Die Forschungsergebnisse dieser Ausgabe zeigen, dass es zu früh ist um 3D-Druck als einen nachhaltigen Weg der Fertigung zu bezeichnen,“ sagt Reid Lifset, Chefredakteur des Journal of Industrial Ecology und Co-Author des Artikels. „Wir müssen erst noch viel mehr über die Materialien, den Energieverbrauch in der Produktion, Prozessemissionen und die Verbindungen sowie Anpassungen zwischen den verschiedenen Produktionsstufen erfahren.“

Additive Fertigung wird oftmals als grundsätzlich umweltfreundlicher im Vergleich zu konventionellen Fertigungsmethoden gesehen, da sie lokale Produktion mit wenig bis gar keinen Abfallmaterialien ermöglicht.

„Diese Spezialausgabe zeigt die Fähigkeiten der Industrieökologie auf, um wichtige und oft übersehene Aspekte von neuen Technologien aufzudecken,“ sagt Indy Burke, Dekan der Yale School of Forestry & Environmental Studies. „Wenn wir das ökologische Potential von 3D-Druck in Betracht ziehen, müssen wir wissen wo die Herausforderungen und Hebelpunkte liegen.“

Folgende Themen werden in der Ausgabe näher behandelt: Ökobilanz der additiven Fertigungsprozesse und Produkte, Untersuchungen zum Energieverbrauch der 3D-Druckprozesse, Studien zur Aussetzung der Anwender auf Druckeremissionen und gefährliche Materialien, Untersuchung der Nachhaltigkeit durch nun herstellbare Teile mit komplexer Geometrie, Analyse der durch die Anwendung der Technologie entstehenden Probleme mit Lieferketten.