3D gedruckte Beschläge für „magische“ Türklinken – Update

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Designer Kai Bracher spendiert seinen 3D gedruckten Drachentürklinken optisch passende Türbeschläge.

1. August 2016 – Bisher mussten sich die aufwändig modellierten Fabelgestalten vor Ronden aus industrieller Massenproduktion präsentieren. Doch nun veröffentlicht Bracher drei Paar neue Türbeschläge – jeweils bestehend aus einer Ronde für die Klinke und einer fürs Schlüsselloch – und rundet damit das „fabelhafte“ Gesamtbild ab.

dragon doorhandles - Escutcheon- Mit Text Kopie

Die drei neuen Rosettensätze fügen sich optisch und thematisch perfekt in die bestehende Serie der „dragondoorhandles“ ein und verwandeln jede Tür in ein magisches Portal.
Bracher reagiert damit auf Wünsche von Kunden, die ihre wertigen Drachentürklinken nicht länger vor blanken Baumarktrosetten präsentieren wollten.

dragon doorhandles - Escutcheon- Kai Bracher (9)

Die einzelnen Elemente sind dabei ästhetisch so aufeinander abgestimmt, dass sich Klinken und Rosetten beliebig miteinander kombinieren lassen.

Fertigung auf Bestellung

Jede einzelne Drachentürklinke und jede Ronde wird erst bei Bedarf in 3D gedruckt.

Bis dahin existieren die magischen Lindwürmer lediglich als Datensätze in Brachers Onlineshop auf den Servern von „shapeways“, einem der weltweit größten 3D Druck-Dienstleister.

Sobald ein Exemplar bestellt wird, wird dieses in der entsprechenden Form, Ausrichtung und Farbe bei shapeways gedruckt. Das Material für die Klinken ist eine Edelstahl-Bronzemischung. Der Kunde kann zwischen verschiedenen Materialanmutungen wählen: silberne Stahloptik oder rotbraune Bronze, schwarz oder grau poliert, vernickelte und sogar goldfarbene Ausführungen stehen zur Wahl.

Dabei entstehen, trotz industrieller Fertigung, lauter Unikate. „Auch wenn ich die gleiche Klinke mehrfach drucken lasse, sieht sie jedes Mal ein bisschen anders aus“, erklärt Bracher, „denn man kann keinen Einfluss auf die Ausrichtung der Figur im Druckerraum nehmen. Die Ausrichtung bestimmt aber durch die leicht sichtbaren Drucklinien, die an eine Maserung erinnern, auf subtile Art die Ästhetik der Druckobjekte.“

Brachers Drachentürklinken liegen angenehm in der Hand und erfreuen nicht nur das Auge. Sie sind kleine Alltagskunstwerke für Leute, die das Besondere schätzen und sich einen Hauch von Mystik in einen oftmals allzu nüchternen Alltag zurückholen wollen.

Dragon Doorhandle- Kai Bracher.jpg
Dragon Doorhandle- Kai Bracher.jpg

 

Info Drachentürklinken

„dragondoorhandles“ sind voll funktionsfähige Türklinken in Drachengestalt. Sie passen auf die in europäischen Türen standardmässig eingebauten 8x8mm Pins.

Die Drachentürklinken werden am Computer digital modelliert und danach in einem Edelstahl/Bronzegemisch bei der Fa. „shapeways“ gedruckt, wo sie auch bestellt werden können.

 

24. Jänner 2016 – Update (der 3Druck Redaktion): Kai wendet sich an Kickstarter Community

Bislang konzentrierte sich Kai auf Türschnallen in Form von Drachen. Wenn es genug Unterstützer findet wird es die Türschnalle 010 (im Beitragsbild) auch schon bald für Schränke geben.

Über Kickstarter sucht der Designer nach der Finanzierung für das Projekt. Die kleinere Schnalle ist etwa nur halb so groß wie die Türschnalle und kann über Kickstarter zu einem Preis ab 79€ vorbestellt werden. Im Vergleich mit den Türschnallen ein Schnäppchen.

Geliefert sollen die kleineren Schnallen schon ab März 2017 werden.

viaKickstarter

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Kai Bracher
Kai Bracher ist freier Designer und 3D Artist. Seine Vorliebe für gute Gestaltung kombiniert er mit fundierten handwerklichen Kenntnissen. So arbeitet er u.a. seit über 10 Jahren als freier Mitarbeiter im Team des renommierten Hildesheimer Metallgestalters Peter Schmitz, wo er Metallarbeiten vom Schmuckstück bis zur Großskulptur gestalterisch betreut und entwickelt. In den letzten Jahren hat sich Bracher zunehmend der Gestaltung von3D gedruckten Objekten gewidmet. Durch die rasante technische Entwicklung des 3D Druck und der Entwicklung neuartiger Modelliersoftware ist es ihm inzwischen möglich, Objekte zu fertigen, die bis vor wenigen Jahren so nicht machbar gewesen wären. Projektbezogen nutzt er unterschiedliche Verfahren des 3D Druck und setzt diese den Anforderungen entsprechend ein. Seine skulpturale Objekte werden überwiegend im „Binder Jetting“- Verfahren direkt in Metall gedruckt, projektbezogen setzt er auch andere Techniken ( SLS, CJP) ein. Bracher ist Inhaber eines eigenen Shops bei Shapeways, wo er seine Kreationen drucken lässt und vertreibt. Er veröffentlicht regelmäßig neue „ materialized fantasies“.