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Revolutioniert der Extruder den 3D-Hausbau?

Wieder einmal macht das europäische Unternehmen World’s Advanced Saving Projekt (WASP) von sich reden. Die Produktion von Häusern mittels 3D-Druck soll jetzt noch kostengünstiger und energiesparender sein als jemals zuvor. Schon 2014 kam die Firma zu medialen Ruhm, als sie erstmals ein 12 Meter hohes Gebäude vollständig aus natürlich vorkommenden Ressourcen erbaute.

Neue Technologie spart Energie und Material ein

Der neu entwickelte Extruder von WASP stoppt nicht nur automatisch, sobald die Materialien zur verbraucht sind. Er befüllt sich zudem vollkommen selbständig. Darüber hinaus soll er laut WASP in der Lage sein, sich selbst zu reinigen. Trotz des niedrigeren Energieverbrauchs gegenüber dem Vorgänger, soll das neue System noch präziser arbeiten. Das natürliche Baumaterial kann zudem unterschiedlich gemischt werden und erweist sich darüber hinaus als besonders fest und widerstandsfähig.

China setzt beim 3D-Hausbau auf Bauabfälle

Im Gegensatz zur europäischen Entwicklung setzen chinesische Firmen, allen voran das Unternehmen Shanghai WinSun Decoration Design and Engineering, auf die Verwendung von Bauabfällen beim 3D-Hausbau. So hat das Unternehmen bereits im Jahr 2014 binnen eines Tages 10 Häuser ausgedruckt. Allesamt bestanden aus Bauabfällen, der zu flüssigen Beton gegossen wurde. Seit dem forcieren einige Städteplaner im Reich der Mitte ganze Siedlungen und Städte durch den 3D-Druck zu erbauen. Keine Frage, in keinem anderen Land der Welt ist der 3D-Hausbau soweit fortgeschritten wie in China.

Was bringt die Zukunft des 3D-Drucks?

Erst Anfang des Jahres präsentierte die Firma WinSun das erste fünfstöckige Apartmenthaus sowie eine Villa, die vollständig aus ausgedruckten Fertigteilen bestehen. Zukünftig sollen ganze Brücken und Wolkenkratzer mit der Technologie gebaut werden. Die neue Technik ist dabei ausgesprochen effizient. Zum einen kann durch die Automatisierung auf einen Großteil von Arbeitskräften verzichtet werden und zum anderen können Häuser in Rekordzeit gebaut werden. Schon heute spart WinSun bis zu 50 Prozent der Bauzeit gegenüber der herkömmlichen Bauweise ein. Zudem sinkt der Rohstoffbedarf im erheblichen Maße. Alles in allem sind dadurch kleine Häuser für wenige 1000 Dollar bis hinzu riesigen Villen von vergleichsweise günstigen 6 stelligen Preisen möglich.

Vor allem in urbanen Regionen mit hohem Wohnbedarf könne der 3D-Druck eine schnelle und kostengünstige Alternative darstellen. Hiesige Baufirmen, die bisher noch auf die traditionelle Bauweisen setzen, sehen allerding die Gefahr eines massiven Jobabbaus. Denn anders als bisher sind beim neuartigen 3D-Hausbau nur noch wenige Arbeiter für den gleichen Bauaufwand nötig.

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