Französischer Optiker bietet 3D-gedruckte Brillenfassungen an

443

3D-gedruckte Brillenfassungen, Brillengläser oder gar beides zusammen scheinen sich zu einem neuen Trend zu entwickeln. Zumindest sieht das der französische Optiker „Optique du Ferrain“ so und arbeitet jetzt mit Glass’yourself zusammen, einem Start-Up das sich auf die additive Fertigung von Brillengläsern spezialisiert hat. 

Wer so eine 3D-gedruckte Brillenfassung erhalten will muss erstmal zum Optiker. Dieser vermisst dann wichtige Parameter mit seinen Hilfswerkzeugen (auf ähnliche Weise wird das auch teilweise auch bei herkömmlichen Brillen gehandhabt). Als Kunde kann man anschließend zwischen sieben verschiedenen Farben wählen und 20 verschiedenen Rahmen. Zusätzlich kann eine persönliche Gravur am Rahmen erstellt werden, wenn es so gewünscht ist.

Mit diesen Daten wird der Auftrag dann abgesendet. Mittels Lasersintern wird ein Prototyp der Brillenfassung hergestellt und zur Probe abgesendet. Wenn der Prototyp passt wird die finale Version der Brillenfassung mittels 3D-Drucker hergestellt. Die Gläser werden eingepasst und die Brille ist fertig. Nach der Bestätigung das der Prototyp passt, soll es maximal ein Monat dauern bis die fertige Brille ausgeliefert wird.

Die Fassungen werden dabei aus PA gedruckt – einem leichten aber durchaus stabilen Kunststoff. Der Druckvorgang soll dabei etwa 30 Stunden in Anspruch nehmen. Anschließend werden die lackiert und zusammen gebaut. Eine große Besonderheit ist, dass alle Produktionsschritte in Frankreich durchgeführt werden, auch die zugekauften Brillengläser werden in Frankreich hergestellt.

Erst vor kurzem hatte ein anderer Hersteller für aufsehen gesorgt: Skelmet hatte einer der leichtesten Sportsonnebrillen überhaupt vorgestellt. Und vor etwas mehr als einer Woche hatte Luxexcle angekündigt, dass die 3D-gedruckten Linsen (die als Ausgangsbasis für Brillen dienen) ab sofort auch ISO zertifiziert sind. Damit steht zumindest von technischer Seite komplett 3D gedruckten Brillen nichts mehr im Weg.