Sandvik investiert in neue Metallpulver-Anlage für Additive Fertigung

390

Das in der Spezialstahl-Industrie tätige Unternehmen Sandvik aus Schweden investiert umgerechnet über € 20 Millionen (200 Millionen Schwedische Kronen) in eine neue Anlage zur Herstellung von Metallpulver für die Additive Fertigung.

Die neue Produktionsstätte, in der Titan und Nickelpulver hergestellt werden sollen, wird Teil des Geschäftsbereichs für Materialtechnik und das bestehende Pulverangebot des Unternehmens ergänzen. Sandvik möchte damit seine Position am Markt der additiven Fertigungstechnologien weiter stärken. Derzeit werden Feinmetallpulver aus Edelstahl, nickelbasierten und Cobalt-Chrom-Legierungen in Großbritannien und Schweden produziert und in Europa, Nordamerika und Asien über die Sandvik Osprey Marke vertrieben.

Die Nachfrage nach Metallpulver geeignet für die Additive Fertigung wird laut Prognosen in den kommenden Jahren beträchtlich ansteigen. Titan und nickelbasierte Legierungen sind dabei die zentralen Wachstumsbereiche und stehen für einen der größten Anteile des Metallpulvermarkts.

„Die Investition ist ein Wegbereiter für zukünftiges Wachstum und stellt sicher, dass unser Angebot an Metallpulver alle derzeitige relevanten Legierungen enthält. Zudem wird sie den gesamten Geschäftsbereich für Additive Fertigung von Sandvik stärken,“ sagt Annika Roos Leiterin Product & Powder bei Sandvik Material Technology.

Göran Björkman, President von Sandvik Material Technology fügt dem hinzu:

„Das Metallpulver-Segment und der Geschäftsbereich der Additiven Fertigung sind von zunehmender strategischer Bedeutung für uns.“

Die neue Produktionsstätte soll 2020 in Betrieb gehen und wird ihren Standort in Sandviken in Schweden haben, gleich in der Nähe der firmeneigenen Rohmaterialversorgung für Titan und dem Zentrum für Additiv Fertigung.

TEILEN
Vorherigen ArtikelForscher 3D-drucken triboelektrischen Nanogenerator „W-TENG“
Nächsten ArtikelCECIMO und EPMA planen 3D-Druck in Europa zu fördern
Doris
Doris lebt als begeisterter Maker seit vielen Jahren nach dem DIY Prinzip. Über diese Bewegung hat sie die Anfänge des Consumer 3D Printing live und aktiv miterlebt und schließlich auch Ihre Begeisterung für industrielle AM-Technologien kennengelernt. Doris lebte längere Zeit in Bristol (UK) und ist nun hauptberufliche Chefredakteurin von 3Printr.com.