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Tyr3D: 3D-gedruckte Autoersatzteile aus Irland

In einem kleinen Dorf in Irland ist Tyr3D beheimatet und macht etwas, das sonst kaum jemand tut. Tyr3D arbeitet mit 3D-Scan, 3D-Modellierungssoftware (CAD) und 3D-Druck an 3D-gedruckten Ersatzteilen für Fahrzeuge.

Beheimatet ist Tyr3D in Moodooge (County Sligo) in Irland, 3 Stunden südöstlich von Dublin. Im Westen befindet sich nur der Atlantik und in 10 Minuten Entfernung befindet sich Ballintrillick – ein größeres Dorf mit 136 Einwohnern. Moodooge selbst hat nur 20, die nächste größere Stadt ist Sligo (30 Minuten Entfernt).

The Green Hills of Ballintrillick, County Sligo, Ireland

Doch diese Umständen haben das Team hinter Tyr3D nicht gestört, der Markt für die kleine Firma ist sowieso international. Die Geschäftsidee ist einfach aber gut: defekte Bauteile werden 3D-gescannt, anschließend wird ein digitales Modell mittels CAD Software erstellt. Das fertige Modell wird dann gedruckt, nachgearbeitet und lackiert.

Für den Druckvorgang besitzt Tyr3D drei Ultimaker 2, einen selbst gebauten FDM 3D-Drucker, einen Raise 3D-Drucker und zwei Formlabs SLA 3D-Drucker. Die Ultimaker wurden stark modifiziert, zumindest einer kann jetzt bei Temperaturen bis zu 480 Grad drucken, dadurch können Materialien wie PEEK, PSSU oder PEI gedruckt werden – Kunststoffe die hohen Temperaturen und Belastungen standhalten können.

Für die Nachbearbeitung werden verschiedene Schleifpapiere eingesetzt, wenn die Bauteile nur klar beschichtet werden wird bis zu einer Körnung von 8000 gearbeitet. Anschließend werden die Bauteile mit Dampf geglättet (typischerweise Acetondampf bei ABS) – das Gerät dafür ist ebenfalls selbst entwickelt worden.

Interessant ist auch die Wahl der Slicer Software, sowohl Cura und Simplify3D kommen zum Einsatz. Eine Funktion ist jedoch einzigartig am Prusa Slic3r, dieser ist nämlich der einzige dynamische variable Schichtdicken erlaubt. Typischerweise wird bei Tyr3D mit Schichtdicken von 80 bis 20 Mikrometer gearbeitet und mit Druckgeschwinigkeiten von 35 bis 50mm/s. Als Druckbettbeschichtung für die FDM 3D-Drucker kommt BuildTak zum Einsatz – manchmal auch in Kombination mit Klebstoffen.

Der Kundenstamm besteht hauptsächlich aus Besitzern alter Fahrzeuge, die Ersatzteile brauchen die nicht mehr erhältlich sind. Zusätzlich dazu gibt es noch Kunden die ihre Fahrzeuge mit neuen Bauteilen optisch verbessern möchten, auch solche Aufträge erledigt Tyr3D.

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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.