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ASTM International und Partnerentwickeln gemeinsame Standards für Directed Energy Deposition

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Die ASTM International ist eine internationale Standardisierungsorganisation mit Sitz in den USA. Sie veröffentlicht technische Standards für Waren und Dienstleistungen. Nun will ASTM in einer Partnerschaft mit drei UK-Organisationen gemeinsam einen Standard für das 3D-Druck-Verfahren Directed Energy Deposition (DED) entwickeln.

So wird das Unterfangen von AMTS und der Normungsorganisation British Standards Institution (BSI) von betrieben. Ebenfalls beteiligt ist das Manufacturing Technology Centre (MTC) und Innovate UK. Innovate UK ist die Innovationsagentur des Vereinigten Königreichs und fördert das Projekt mit 300.000 Pfund (ca. 332.000 Euro).

Standardisierung für die DED-Technologie

Direct Energy Deposition (DED) ist ein Verfahren für die additive Fertigung von Metall. Andere Bezeichnungen hierfür lauten Direct Metal Depositon (DMD), Laser Cladding oder Laser Metal Deposition (LMD). Bekannte Anbieter dieser Verfahren sind Optomec, BeAM Machines und Trumpf.

Die deutsche Bezeichnung lautet Laserauftragschweißen. Bei dem Verfahren erzeugt der Laser ein Schmelzbad auf der Bauteiloberfläche. Es entstehen miteinander verschweißte Raupen, die Strukturen an bestehenden Grundkörpern oder ganzen Bauteilen ergeben.

Insgesamt sollen drei Standards entwickelt werden. Eine Spezifikation für die Verwendung von Draht als DED-Ausgangsmaterial, einen Standard für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (nondestructive testing ,NDT) sowie für die DED wire-and-arc additive manufacturing (WAAM). Koordiniert wird der Prozess vom BSI, das auch Experten aus der Industrie involvieren wird.

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