Home Industrie Batterie-3D-Druck-Firma Blackstone erwägt börsennotierte US-Niederlassung

Batterie-3D-Druck-Firma Blackstone erwägt börsennotierte US-Niederlassung

Blackstone Resources AG investiert in den letzten Monaten in den Aufbau und der Entwicklung von 3D-gedruckter Batterie-Technologie. So wurde im letzten Jahr ein Standort für die Produktion in Sachsen eröffnet. Nun erwägt das Unternehmen eine Erweiterung ihrer Batterie-Beteiligung der Blackstone Technology GmbH an den US-Kapitalmarkt zu kotieren, um zusätzliches Kapital zu beschaffen und die aktuelle Investorenbasis zu diversifizieren.

Zurzeit ist die Blackstone Resources AG an der Schweizer Börse SIX (Symbol BLS) notiert und hat hohe Summen in Blackstone Technology, welche die Entwicklung der 3D-gedruckten Batterie entwickelt, investiert.

Da die Blackstone Resources eine starke Unterstützung durch den Schweizer Aktienmarkt genießt, plant die Firma eine Expansion. Es gibt viele innovative Batterieunternehmen, die derzeit in den USA Kapital aufnehmen, um die nächste Generation von Batterien auf den Markt zu bringen oder eine Expansion vorzunehmen.

Blackstone betont, dass ihre Technologie den Vorteil hat, dass sie schon erprobt ist. Es ist geplant, dass die Produktion in diesem Jahr aufgenommen und die Batterien auf den Markt gebracht werden. Ebenso hat das Unternehmen schon eine fertige Batteriefabrik, ein Team von Wissenschafter und Ingenieure sowie strategische Partnerschaften mit führenden akademischen Institutionen in der Schweiz und in Deutschland, darunter das Fraunhofer Institut, BHF und andere Institutionen. Zusätzlich hat das Projekt zahlreiche Förderungen erhalten, zum Beispiel von Innosuisse und der Europäischen Kommission.

Es ist die Absicht, in den US-Kapitalmarkt einzusteigen, um den weiteren Ausbau zu finanzieren. Blackstone ist in Gesprächen mit einer Reihe von großen Private-Equity-Firmen und Investmentbanken. Es gibt bereits eine Reihe von Unternehmen in den USA, die sich auf Batterietechnologie fokussieren und die bereits signifikantes Kapital aufgenommen haben. Dazu gehören QuantumScape, FREYR oder Solid Power.

Ein Weg an den US Kapitalmarkt ist über eine Special Purpose Acquisition Company (SPAC) via Reverse Merger Listing, ein Leverage Buyout (LBO) oder sogar ein Börsengang (IPO) in den USA möglich. Es handelt sich um einen strategischen Schritt, der Blackstone als ein global diversifiziertes Unternehmen mit einer Investorenbasis, die ihre ehrgeizigen Expansionspläne unterstützt, fest etablieren wird.

Die von Blackstone entwickelte 3D-Drucktechnologie bietet eine Energiedichte mit dem LFP und NMC, zu deutlich geringeren Kosten. Diese neue Batterietechnologie verwendet außerdem einen wässrigen Prozess ohne umweltschädliche Lösungsmittel. Das Unternehmen schließt derzeit die Entwicklung von LFP-Batteriezellen ab, die ab September 2021 gedruckt werden. 2022 wird die Produktion der NMC-Zellen aufgenommen.

Die Festkörperbatterie, die anfangs 2021 vorgestellt worden ist, verwendet einen Festkörperelektrolyten als Separator. Der Einsatz der 3D-gedruckten Technologie kann eine erhebliche Steigerung der Dichte bis zu ca. 80 % bewirken, sowie auch eine deutliche Senkung der Produktionskosten mit Einsparungen von bis zu 70 % Investitionskosten (Capex) und 30 % der Betriebskosten (Opex).

Die von Blackstone entwickelte 3D-Drucktechnologie bietet auch erhebliche Vorteile gegenüber den derzeit in der Batterieherstellung verwendeten Techniken. Derzeit werden in der Batterieindustrie die Doctor-Blade- oder Schlitzdüsen verwendet, um dünne nasse Elektrodenfilme aufzutragen, was die Schichtdicke der Elektrode begrenzt. Der 3D-Druck ermöglicht es jedoch, Elektroden mit wesentlich mehr Schichten zu bauen, was zur Entwicklung der firmeneigenen “Blackstone Thick Layer Technology” geführt hat. Diese ist kostengünstiger und bietet 20%-25% mehr Energiedichte als herkömmliche Batterien. Die Erhöhung der Dichte bedeutet z. B., dass ein Auto eine 20 % größere Reichweite haben könnte.

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