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Bond3D erreicht 99 % Teiledichte mit hohlraumfreier PEEK 3D-Drucktechnologie

Letzte Woche stellte das niederländische 3D-Druck-Startup Bond3D auf der Formnext 2021 seine hohlraumfreie 3D-Drucktechnologie vor.

Das 2014 gegründete Unternehmen erklärt, dass es in der Lage ist, funktionale Endverbrauchsteile mit Hochleistungspolymeren wie PEEK in 3D zu drucken, ohne dass die materialeigenen Merkmale zu verlieren. Im Gegensatz zum konventionellen FFF-Verfahren handelt es sich bei der patentierten Technologie von Bond3D um ein druckgesteuertes Extrusionsverfahren, bei dem sich das gedruckte Filament mit einer Endteildichte von über 99 % absetzt. Die daraus resultierenden isotropen Teile behalten die Volumeneigenschaften ihres Grundmaterials bei, ähnlich wie die im Spritzgussverfahren hergestellten Teile.

PEEK ist einer der bekannteren Thermoplaste aus der PAEK-Familie (Polyaryletherketon) der Hochleistungspolymere. Durch die Kombination von hoher Festigkeit und Biokompatibilität mit chemischer Beständigkeit und hervorragender thermischer Stabilität findet der Alleskönner in fast jeder kritischen Branche Anwendung.

Leider ist es bekanntermaßen schwierig, PEEK in 3D zu drucken und dabei seine mechanischen Eigenschaften beizubehalten. Laut Bond3D erreichen herkömmliche PEEK 3D-Drucker in der Regel nur eine Teiledichte von etwa 85 %, was zu einer geringeren Festigkeit in z-Richtung führt.

Die Technologie von Bond3D soll dieses Problem lösen. Im Wesentlichen zielt das druckgeregelte Druckverfahren darauf ab, Material zu extrudieren, bis alle Hohlräume zwischen den zuvor gedruckten Bahnen gefüllt sind. Um die Hohlräume zu erkennen, hat das Bond3D-Team einen Drucksensor entwickelt.

Die Teiledichte von über 99 % sorgt dafür, dass die gedruckten Teile „praktisch frei“ von mikrostrukturellen Hohlräumen sind. Interne Tests ergaben eine erhöhte mechanische Festigkeit, die normalerweise bei 3D-gedruckten PEEK-Teilen nicht erreicht werden.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.