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Desktop Health bietet Metall Binderjet-3D-Druck für Dentallaboren an

Desktop Health, die Healthcare-Tochter des industriellen 3D-Druckerherstellers Desktop Metal, hat ihr Dentaltechnologie-Portfolio erweitert und bietet Dentallaboren nun Binderjet-3D-Druck an.

Das Shop System des Unternehmens, das mit Chromkobalt für zahnmedizinische Anwendungen auf den Markt kommt, kann ab sofort von Dentallaboren für die Herstellung von individuellen Brücken, Kronen, Teilprothesen und chirurgischen Schablonen vorbestellt werden.

Erstmals wurde das AM-System 2019 vorgestellt und seit Ende 2020 wird das Shop System in Serie produziert und an Kunden weltweit ausgeliefert. Das Binder-Jetting-System wurde für die Produktion von Serienchargen komplexer, gebrauchsfertiger Metallteile entwickelt, die schneller und kostengünstiger hergestellt werden können als mit herkömmlichen Fertigungsverfahren.

Nun wird die Maschine im Rahmen von Desktop Health auch Dentallaboren angeboten. Das Shop System bietet Möglichkeiten zur Massenanpassung für zahnmedizinische Anwendungen. Dabei sollen die Arbeitskosten, die bei anderen Verfahren mit Maschinenprogrammierung für das CNC-Fräsen anfallen, reduziert werden. So ist das Shop-System Berichten zufolge in der Lage, bis zu 32 Teilprothesen in weniger als vier Stunden zu drucken. Andere Systeme schaffen laut Desktop Health nur bis zu 10 Teilprothesen in etwa neuneinhalb Stunden.

Laut Desktop Health hat sein Shop System die gesamte Software, Hardware und Materialien, die ein Dentallabor benötigt, um mit der Herstellung von Zahnersatz mittels Binder Jetting zu beginnen. Die Software soll benutzerfreundlich sein und die entwickelten Pulver sowie die Standardverarbeitungsparameter sind so optimiert, dass eine hohe Qualität und Wiederholbarkeit der Teile gewährleistet wird.

Die Maschine verfügt über variable Baugrößen von bis zu 16 Litern und einen Hochgeschwindigkeits-Single-Pass-Druckschlitten, der die Herstellung von Metallteilen bis zu zehnmal schneller ermöglicht als herkömmliche 3D-Drucktechnologien. Dieser Vorteil wird Zahntechnikern helfen, ihren bestehenden Durchsatz mit bis zu Hunderten von kundenspezifischen Teilen pro Tag zu erhöhen.

Der Single-Pass-Druckkopf bietet 1600 native DPI und damit eine 400 Prozent höhere Auflösung als herkömmliche Binder-Jetting-Systeme. Die 5fache Düsenredundanz des Druckkopfes ermöglicht eine zuverlässigere Druckqualität.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.