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Desktop Metal erhält Finanzspritze von $115 Millionen für Metall-3D-Drucker

Desktop Metal konnte sich in einer Serie D Finanzierungsrunde $115 Millionen sichern um das Wachstums des Unternehmens weiter voranzutreiben. Der Entwickler von Systemen zum 3D-Druck von Metallkomponenten hat vor wenigen Monaten seine ersten Geräte – das DM Production System und das DM Studio System – präsentiert.

In bisherigen Finanzierungsrunden hat das Startup aus den USA insgesamt $212 Millionen von Investoren wie BMW und Google Ventures (GV) sicher gestellt. Zu den aktuellen Investoren zählen New Enterprise Associates (NEA), GV, GE Ventures, Future Fund und Techtronic Industries (TTI) sowie Loew’s, Lux Capital, Vertex Ventures, Moonrise Venture Partners, DCVD Opportiunity, Tyche, Kleiner Perkins Caufield & Byers, Shenzhen Capital Group (SCGC) und Saudi Aramco.

Das frische Kapital wird es Desktop Metal ermöglichen den Marktstart zu beschleunigen, das Verkaufsprogramm zu erweitern sowie die Weiterentwicklung der Technologie zu finanzieren. Eine internationale Expansion soll bereits 2018 erfolgen.

“Wir stehen vor einem aufregenden Umbruch dahingehend, wie Metallteile entworfen, prototypisiert und schlussendlich in Serie gefertigt werden,” sagt Ric Fulop, CEO und Mitgründer von Desktop Metal. “Durch die neuste Investition sind wir in der idealen Lage unser Studio System in den kommenden Monaten und unser Production System in 2018 auszuliefern, während wir global expandieren können. Die kontinuierliche Unterstützung unserer Investoren unterstreicht die Innovationskraft unserer Lösung für Metall-3D-Druck, um Technikern und Herstellern erstmals beim kompletten Produktentwicklungszyklus zu helfen – vom Prototypen bis hin zu kosteneffizienter Massenproduktion von komplexen Metallkomponenten.”

Das Desktop Metal Studio System soll mit einem Preis von € 120.000 (komplett oder 49.900 nur 3D-Drucker) eine erschwingliche Lösung zum 3D-Druck von Prototypen aus Metall sein. Bestehend aus einem 3D-Drucker und einem mikrowellenunterstützten Sinterofen, stellt das System eine Komplettlösung für Rapid Prototyping direkt im Büro oder der Produktionsstätte dar. Die Technologie die dahintersteckt nennt sich Bound Metal Deposition (BMD) und kann am ehesten mit dem FDM-Verfahren für Kunststoff verglichen werden.

DM Studio System

Für die Serienfertigung 3D-gedruckter Metallkomponenten hat das Unternehmen das Desktop Metal Production System entwickelt. Das Fertigungssystem arbeitet mit der proprietären Single Pass Jetting (SPJ) Technologie, die Metallteile mit der 100-fachen Geschwindigkeit im Vergleich zu derzeitigen laserbasierten 3D-Druckern, beispielsweise mit DMLS-Technologie, fertigen kann. Dies senkt die Kosten pro gefertigtem Stück erheblich und macht die Technologie wettbewerbsfähig hinsichtlich traditioneller Methoden zur Serienfertigung.

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