EOS und Siemens weiten Zusammenarbeit rund um den industriellen 3D-Druck aus

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Siemens und der 3D-DruckerHersteller EOS bauen ihre strategische Zusammenarbeit rund um den industriellen 3D-Druck weiter aus. Hauptaugenmerk liegt in den Bereichen Software, Automatisierungs- und Antriebstechnik und der Anwendung der additiven Fertigung.

Gestern haben wir über die neue EOS M 300 Serie berichtet. In diesen neuen Maschinen von EOS werden Steuerungs- und Antriebskomponenten von Siemens verwendet. Diese stammen aus dem umfassenden Totally Integrated Automation (TIA) Portfolio von Siemens.

Alfons Eiterer, Head of System Engineering EOS, erklärt: „EOS legt bei seinen Neuentwicklungen starken Fokus auf hohe Qualität und Zuverlässigkeit bei gleichzeitiger Zukunftsfähigkeit. Aus diesem Grund haben wir uns für Steuerungstechnik von Siemens für unsere neue EOS M 300 Serie entschieden. Bei Siemens können wir auf bewährte technische Komponenten zurückgreifen und sind bestens auf zukünftige Anforderungen vorbereitet.“

Mit EOS als strategischem Partner auf dem Gebiet des industriellen 3D-Drucks hat Siemens nicht nur das System EOS M 300 mit Komponenten ausgestattet, sondern auch das EOS P 500 System für den industriellen 3D-Druck mit Polymerwerkstoffen im industriellen Maßstab, das zum ersten Mal auf der Fachmesse formnext im letzten Jahr vorgestellt wurde.

EOS M 300 Serie

EOSPRINT 2 und Siemens NX12

Die Datenaufbereitungs- und Prozessmanagement-Software EOSPRINT 2 von EOS ist nun in das AM-Modul von Siemens NX12 integrierbar. EOSPRINT 2 ist ein intuitives, offenes und produktives CAM-Tool, mit dem Unternehmen ihre CAD-Daten für EOS-Systeme vorbereiten können. Siemens NX 12 ist eine komplette end-to-end-Lösung. Alle wesentlichen Schritte von Konstruktion über Topologieoptimierung und Prozesssimulation bis zur Vorbereitung des Bauauftrags werden hierbei in einer Bedienoberfläche vereint.

Jetzt steht ein EOSPRINT-Treiber für das AM-Modul von Siemens NX 12 zur Verfügung. Damit sind die Funktionen von EOSPRINT 2 nahtlos in das Siemens-Software NX Fixed Plane (Powder Bed) AM Modul eingebunden. Diese Anbindung ist ein wichtiges Element der von Siemens im Bereich der additiven Fertigung angebotenen Komplettlösung und bietet einen integrierten und eng verzahnten AM-Prozess vom Design bis zum finalen 3D-Druck auf EOS-Systemen. Damit profitieren Ingenieure von einem schnellen und durchgängigen Workflow von der Produktidee bis zum 3D-gedruckten Bauteil.

EOS P 500 Systems für den industriellen 3D-Druck bei Siemens

Siemens erweitert ebenso sein Additive Manufacturing Experience Center (AMEC) in Erlangen, Deutschland, um das System EOS P 500. Das AMEC bietet einen ausgezeichneten Gesamtüberblick und gewährt tiefe Einblicke in die verschiedenen industriellen AM-Technologien und Informationen über die anspruchsvollen Anforderungen, die die Industrie an Konstruktion, Simulation und Produktion in der additiven Fertigung stellt.

Das Center bietet außerdem ein interaktives Erleben einer nahtlos integrierten AM-Prozesskette und der dafür relevanten Siemens-Produkte.

„Eine rasche Industrialisierung der additiven Fertigung kann nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Experten aus den Bereichen Software, Automatisierung und Antriebstechnik sowie dem Bereich industrieller 3D-Druck zum Tragen kommen, wie es bei Siemens und EOS der Fall ist. Wir sind daher stolz darauf, mit EOS die nächste Stufe in der Industrialisierung zu nehmen, mit der wir die additive Fertigung aus der Prototyping-Phase in die industrielle Serienfertigung überführen wollen“, erklärt Dr. Karsten Heuser, VP Additive Manufacturing, Siemens AG.

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