EOS stellt neue Polymertechnologie- und Metall-3D-Druckproduktionszelle auf Formnext 2018 vor

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Der führende 3D-Druckerhersteller und –Dienstleister EOS stellt nächste Woche auf der Formnext 2018 in Frankfurt eine neue Polymer-3D-Drucktechnologie namens LaserProFusion vor. Diese Technologie, die angeblich „Spritzgießen in vielen Zusammenhängen“ ersetzen kann, wird zusammen mit einer Demo von Richard Brownings 3D-bedrucktem Jetpack und dem neuen Quad-Laser-EOS M 300-4-Metallsystem des Unternehmens als Produktionszelle präsentiert.

Die neuen Entwicklungen des Unternehmens zielen darauf ab, die Produktion von 3D-Druckern auf ein industriell wettbewerbsfähiges Maß zu steigern, ein Schlüsselthema in der gesamten Branche, wie wir bei der letztjährigen Formnext gesehen haben, und ein Hauptanliegen von EOS und seinen Partnern.

Als Pionier mit fast 30 Jahren Erfahrung in der additiven Fertigung optimiert EOS kontinuierlich die Wechselwirkung zwischen Pulvermaterial und Laser, die für industrielle Anwendungen bestimmt sind. Anstelle des bisher verwendeten Lasersinterprozesses mit einem einzigen CO2-Laser, der sich im gesamten Baubereich bewegt, werden bei dieser neuen Technologie bis zu eine Million Laser verwendet. Diese können eine maximale Gesamtleistung von bis zu 5 Kilowatt erreichen. Für jede Schicht werden nur die Diodenlaser aktiviert, die mit den CAD-Daten des Teils übereinstimmen – bis hin zum genauen Pixel. Die neue Technologie verkürzt die Belichtungszeiten unabhängig von der Anzahl der Teile und ihrer Geometrie erheblich.

Dr. Tobias Abeln, Chief Technical Officer (CTO) bei EOS, sagt: „Mit der LaserProFusion-Technologie erreichen wir eine neue Produktivität im polymeren industriellen 3D-Druck für die Serienfertigung. Es ist eine Technologie, die in vielen Anwendungen eine Alternative zum Spritzguss sein kann bzw. ein werkzeugloses Spritzgießen ermöglicht. Dies macht den industriellen 3D-Druck zukünftig für einen völlig neuen Markt attraktiv. „

 

Darüber hinaus steht die EOS M 300-4 im Mittelpunkt einer Demonstration von Produktionszellen auf der Messe. Für dieses zentrale System verwendet EOS eine Reihe von Softwarelösungen wie EOSPRINT 2, EOSTATE Monitoring Suite und EOSCONNECT für die werkseitige Integration und die durchgängige Verwaltung des 3D-Druckprozesses.

EOS M 300 4 300x145 - EOS stellt neue Polymertechnologie- und Metall-3D-Druckproduktionszelle auf Formnext 2018 vor
Foto: EOS

Das neueste System der EOS M 300-4 für die digitale, industrielle additive Fertigung von Metallwerkstoffen bildet den Kern der gezeigten Fertigungszelle. Das System bietet eine bis zu zehnfach höhere Produktivität bei der Herstellung von Teilen in Industriequalität. Die Plattform ist mit der kompletten EOSTATE Monitoring-Suite für die Echtzeitüberwachung des AM-Build-Prozesses konfigurierbar. Die Suite umfasst vier verschiedene Überwachungsmodule (System und Laser, PowderBed, MeltPool und Exposure OT), mit denen Benutzer produktions- und qualitätsbezogene Daten erfassen können. Diese Fähigkeit, die Qualitätssicherung während des Bauprozesses durchzuführen, ist insbesondere in der Großserienfertigung von erheblicher Bedeutung, da eine reproduzierbare hohe Teilequalität absolut unerlässlich ist.

Um die additive Fertigung vollständig in industrielle Produktionsumgebungen zu integrieren, kann die Produktionszelle über EOSCONNECT und die offene OPC UA-Schnittstelle mit vorhandenen MES / ERP-Anwendungen verbunden werden. Neue digitale Marktplätze und IoT-Plattformen werden ebenfalls unterstützt. Daher können alle erhaltenen Maschinen- und Produktionsdaten in Echtzeit verwendet werden und bilden die Grundlage einer digitalen Fabrik. EOSCONNECT Core, das erste Element der EOSCONNECT-Softwaresuite, wurde kürzlich verfügbar und weitere Module werden derzeit entwickelt.

EOS führt für seine Entwicklungen auch die Klassifizierung des Technologie-Readiness-Levels (TRL) ein. Das von der NASA entwickelte Konzept TRL ist eine Skala, mit deren Hilfe die Reifung von Geräten und Materialien während des gesamten Entwicklungsprozesses bestimmt werden kann. Laut EOS heißt es beispielsweise: „Stufe 5 bezieht sich beispielsweise auf eine Überprüfung der technischen Lösung, während sich die höchste Stufe 9 auf die vollständige Produktionsfähigkeit bezieht, die mit umfangreichen statistischen Daten dokumentiert ist.“

Das Unternehmen führt für seine Produkte zwei TRL-Kategorien ein. TRL 3-6 wird verwendet, um auf CORE-Produkte zu verweisen, z. Einige frühe Kupfermaterialien und TRL 7-9 werden für PREMIUM-Produkte verwendet, die für die Serienfertigung geeignet sind.

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