Home Industrie Hyperganic sammelt 7,8 Mio. $ in Finanzierungsrunde für KI-gesteuerten 3D-Druck

Hyperganic sammelt 7,8 Mio. $ in Finanzierungsrunde für KI-gesteuerten 3D-Druck

Das deutsche Unternehmen Hyperganic, welches sich auf KI-gesteuerten 3D-Druck spezialisiert hat, hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 7,8 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Unter der Leitung des Unternehmers Lin Kayser konzentriert sich das innovative Start-up auf den Aufbau eines Software-Ökosystems für die Zukunft der Fertigung durch die Erstellung voxelbasierter 3D-Modelle. Mit den neuen Mitteln wird Hyperganic seine Präsenz in Singapur stärken und ausbauen, wo das Unternehmen kürzlich ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eingerichtet hat und 30 KI-Ingenieure, Designer und Informatiker einstellen will.

Angeführt wird die Investition von HV Capital, früher bekannt als HV Holtzbrinck Ventures, einem der größten europäischen Fonds mit 329 Investitionen im Wert von 1,2 Milliarden Dollar, und VSquared Ventures, bekannt für ihre frühen Investitionen in Quantencomputer und Raumfahrt. Zu den beiden Unternehmen gesellen sich der Private-Equity-Investor Converge aus Massachusetts sowie die Kristallschmuckmarke Swarovski und der wissenschaftsbasierte Innovator und Unternehmer Hermann Hauser.

Hyperganic hat es sich zur Aufgabe gemacht, Innovationen in Design, Konstruktion und Produktion von physischen Produkten durch die A.I.-Softwareplattform des Unternehmens radikal zu beschleunigen. Es wurde 2017 gegründet und trat Ende 2020 aus dem Stealth-Modus aus. Nachdem das Team jahrelang an seinen Vorzeigeprodukten gearbeitet hatte, veröffentlichte es schließlich die Plattformen Hyperganic Core 2.0 und Hyperganic Print Framework 2.0, die auf einem Voxel-basierten Geometriesystem für KI-gesteuertes und algorithmisches Design basieren. Diese fortschrittliche Technologie soll einen Paradigmenwechsel vorantreiben, bei dem komplexe, effiziente und nachhaltige Produkte durch Computeralgorithmen und KI erstellt und in digitalen Fabriken auf Basis des industriellen 3D-Drucks gefertigt werden.

Im Hyperganic-Ökosystem kann die Geometrie unendlich komplex sein, erklärt das Unternehmen. Jedes Partikel wird nach einem Algorithmus ohne Formbegrenzung platziert. Die Plattform kann sowohl große Elemente mit komplexen Kurven als auch sehr kleine, sogar mikroskopische Strukturen verarbeiten. Der Schlüssel zum KI-Engineering von Hyperganic ist jedoch, dass die Benutzer Objekte ständig von Grund auf neu generieren können. Während im traditionellen Engineering Neukonstruktionen kostspielig sind und vermieden werden müssen, erlaubt die neue Plattform von Hyperganic hunderte oder tausende von Varianten.

In Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen in den USA, Europa, Südostasien und China arbeitet Hyperganic mit Kunden an einer Vielzahl von Anwendungen, darunter Luft- und Raumfahrt, Konsumgüter und medizinische Produkte, kann aber grundsätzlich auf jeden Bereich des Engineerings angewendet werden. Im Jahr 2019 führte beispielsweise eine Partnerschaft mit dem deutschen Anbieter von additiver Fertigung, Kumovis, zur Entwicklung einer maßgeschneiderten Software für die R1-Drucker. Hyperganic hat auch einen 3D-gedruckten Raketenmotor-Prototyp entwickelt, der komplett von KI entworfen und als ein durchgehendes Stück gedruckt wurde.

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