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Japanische Unternehmen entwickeln neuen Zement für 3D-Druck

Während die additive Fertigung in vielen Branchen, zum Beispiel in der Automobilindustrie oder der Luft- und Raumfahrt große Fortschritte gemacht hat, gibt es auch immer mehr Erfolge im Bereich des 3D-Drucks mit Beton. Die japanischen Unternehmen Taisei und Taiheiyo Cement haben in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, einen neuen Zement für den 3D-Druck zu entwickeln.

Die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam mit Actio und dem Ariake National College of Technology (ANCT) an der Entwicklung von vorgemischtem Zementmaterial für komplexe, “hochpräzise”, 3D-gedruckte Strukturen.

Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der bereits vorgestellten Digimix-Zementvormischung von Taiheiyo. Nun wird eine höhere Widerstandsfähigkeit durch schnell aushärtende Additive erreicht, die auf Festigkeit und Sicherheit im Bauwesen optimiert sind. Mit dem resultierenden T-3DP-Material (Taisei-3D Printing) konnte das Team eine Brücke mit einer Breite von 1,2 Metern, einer Höhe von 1 Meter und einer Länge von 6 Metern in 3D drucken. Dabei wurde vorgespannter Betonstahl in 44 3D-gedruckte Betonkomponenten eingearbeitet, die dann an Ort und Stelle zusammengebaut wurden. Als Nächstes will Taisei die Technologie für den 3D-Druck von Trägern und Pfeilern einsetzen.

Taisei wurde im 19. Jahrhundert gegründet und ist mit knapp 14.000 Mitarbeitern und einen Umsatz von mehreren Milliarden Euro im Jahr eines der größten japanischen Unternehmen in diesem Bereich. Taiheiyo Cement ist ebenfalls ein wichtiger Player in der Branche.

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