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Zahlen aus dem zweiten Quartal 2019 zeigen Umsatzrückgang bei SLM Solutions

Der deutsche 3D-DruckerHersteller SLM Solutions gab seine Zahlen für das zweite Quartal 2019 bekannt. Die Daten zeigen, dass der Umsatz im ersten Halbjahr um 44,8% zurückgegangen ist. Schon im Juli haben wir davon berichtet, dass der Hersteller seine Prognose anpassen musste.

Während das Unternehmen im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von 29,6 Millionen Euro erzielte, waren es in diesem Halbjahr 16,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit -18,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert (H1 2018: EUR -3,8 Millionen).

Die Auftragseingänge lagen im ersten Halbjahr 2019 bei 25 bestellten Maschinen und damit 34,2% unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (H1 2018: 38 Maschinen). Der Auftragseingangswert lag mit 20,8 Millionen Euro 10,8% unter dem Auftragseingangswert im Vorjahreszeitraum (H1 2018: 23,3 Millionen Euro). Der Rückstand des Auftragseingangswerts ist in erster Linie durch das schwache Auftaktquartal im laufenden Geschäftsjahr 2019 bedingt. Im Q2 2019 lag der Auftragseingangswert mit 17,3 Millionen Euro um 19,7% über dem Vorjahreswert (Q2 2018: 14,4 Millionen Euro).

Probleme in China

Wie SLM Solutions in einer Pressemitteilung erklärt, haben sich Erwartungen bezüglich der Aufträge aus den chinesischen Rahmenverträgen nicht wie vom vorherigen Managementteam veranschlagt erfüllt. Das heutige Management der SLM Solutions Group AG hat entschieden, diese Rahmenverträge auszusetzen. Die bisher als Auftragseingang ausgewiesenen erwarteten Aufträge aus diesen Rahmenverträgen wurden im Q2 2019 vollständig aus dem Auftragsbestand eliminiert. Insgesamt wurden 128 Maschinen mit einem Wert von 97,5 Millionen Euro aus dem Auftragsbestand herausgerechnet.

Unabhängig von der Entwicklung der Rahmenverträge bestehen die Beziehungen zu den jeweiligen Kunden fort und alle zukünftigen Bestellungen werden gemäß der allgemeinen Praxis von SLM als neue Auftragseingänge erfasst. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2019 lag bei 17 Maschinen mit einem Wert von 14,6 Millionen Euro (30. Juni 2018: 140 Maschinen mit einem Wert von 107,3 Millionen Euro).

Meddah Hadjar, seit dem 1. Mai 2019 Vorstandsvorsitzender von SLM Solutions, zu den Quartalszahlen:

Wenn wir die Umsatz- und Auftragszahlen in Relation zu unserer technologischen Stärke betrachten, haben wir im ersten Halbjahr 2019 ein Ergebnis geliefert, das nicht dem vollen Potenzial des Unternehmens entspricht. Ich habe in meinen ersten 100 Tagen als CEO Sofortmaßnahmen ergriffen, um wichtige Lücken zu schließen und den Aufbau einer Organisation voranzutreiben, die gute Leistungen für unsere Aktionäre und unsere Kunden erbringen kann. Wir werden weiterhin in allen Bereichen konsequent nach Verbesserungen streben. Unsere unmittelbaren Prioritäten liegen in der Steigerung der Auftragseingänge, einer besseren Führung des Unternehmens und der Neupositionierung unserer Produkte. Mit der Multi-Laser-Technologie hat das Unternehmen aus meiner Sicht ein starkes Fundament und wir wollen SLM Solutions zurück auf den Wachstumskurs bringen.

Weitere Details erfährt man direk bei SLM Solutions.

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