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Replique: BASF Startup bietet 3D-Druck von Ersatzteilen an

Aus dem Business-Inkubator Chemovator von BASF ist das Start-up Replique hervorgegangen. Das Unternehmen will eine On-Demand-Fertigung von Ersatzteilen ermöglichen. Dadurch sollen hohe Kosten bei der Herstellung, Lieferung und weitere Logistik bei der Ersatzteilbeschaffung reduziert werden. Das von BASF unterstützte Unternehmen will das durch ein globales und dezentralisiertes 3D-Druck-Netzwerk realisieren.

Replique stellt laut Pressemeldung die erste industrielle, vollständig verschlüsselte Plattform zur virtuellen Lagerung, nachfragebasierten Herstellung und Auftragsabwicklung von Teilen vor. Der weltweite Markt für Ersatzteile beläuft sich auf mehr als 500 Milliarden USD und ermöglicht Umsatzpotentiale mit deutlich höheren Margen verglichen zum Verkauf neuer Geräte.

Aufgrund von kosten- und zeitintensiven Bestell- und Produktionsprozessen kann dieses Potential jedoch oft nicht vollständig ausgeschöpft werden. Die industrielle 3D-Druck-Plattform von Replique bietet OEMs jetzt einen Ansprechpartner mit relevantem Fachwissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an. Vorteile liegen laut dem Start-up in hohen Kosteneinsparungen und Wachstumspotentialen im Aftermarkt, einer nahezu unbegrenzten Teileverfügbarkeit, schneller lokaler Fertigung, sowie höherer Kundenzufriedenheit und Markentreue. Durch Verschlüsselung aller Datensätze der OEMs auf der Plattform garantiert Replique darüber hinaus die Sicherheit des geistigen Eigentums.

„In Interviews mit über 50 OEMs unterschiedlicher Industrien stellten wir fest, dass 66 Prozent der gelagerten OEM-Ersatzteile für Geräte bestimmt sind, die nicht mehr produziert werden. Schwierigkeiten bei der Bedarfsplanung, riesige Warenlager sowie hohe Mindestbestellmengen führen zu aufwändigen Prozessen“, erklärt Dr. Max Siebert, Mitbegründer von Replique. „Wir wissen, dass die Ersatzteilkosten nach Ende der Serienproduktion bei traditioneller Fertigung auf das bis zu 20-fache ansteigen. Längere Lieferzeiten wirken sich zudem negativ auf das Kundenerlebnis aus.“

Aus diesem Grund entwickelte das Team von Replique eine einfach integrierbare 3D-Druck-Plattform. Diese ermöglicht die sichere virtuelle Lagerung von Designs sowie die bedarfsgerechte und dezentrale Herstellung und Distribution. Das bedeutet, Teiledesigns können digital gespeichert und nahe dem Zielort auf Abruf produziert werden. Zur industriellen Fertigung der Teile nutzt Replique ein globales Netzwerk qualitätsgeprüfter 3D-Druck-Dienstleister.

3D-Druck-Services mit dem Know-how der BASF

Durch die jahrzehntelange Erfahrung in der Additiven Fertigung verfügt BASF über umfangreiches Know-how in den Bereichen Prototyping, Optimierung digitaler Designs und branchenspezifischer 3D-Druck-Anwendungen für Industrieteile. Davon profitiert nun auch Replique.

Es können Designoptimierung sowie professionelle 3D-Druck-Beratungsdienstleistungen angeboten werden. Bei Bedarf identifiziert das Team 3D-druckbare Teile und konvertiert diese in das entsprechende digitale Format. Replique optimiert 3D-druckbare Designs, um sowohl die kommerzielle Rentabilität als auch die langfristige Leistungsfähigkeit des gedruckten Teils sicherzustellen. Die Experten von Replique unterstützen OEMs zudem bei der Auswahl der optimalen Materialien, Technologien und Hardware.

Der Artikel basiert auf einer Pressemeldung von Replique.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.