Solukon und Siemens entwickeln SFM-AT800S ein neues Entstaubungssystem für 3D-gedruckte Teile aus Metall

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Auf der letztjährigen formnext stellte der Solukon Maschinenbau GmbH, Spezialist für additive Fertigungs- und Weiterverarbeitungslösungen, seine automatisierte Entstaubungsanlage vor, bei der die 3D-Druckteile gedreht und vibriert werden, um eventuell eingeschlossene Pulverkörner von innen freizusetzen. Nach der Einführung eines neuen Entstaubungssystems, dem SFM-AT200, auf der Rapid.Tech in diesem Sommer, kehrt Solukon nächsten Monat zur formnext zurück, um sein neuestes Produkt vorzustellen: Das SFM-AT800S ein fortschrittliches Entstaubungssystem für die Metallpulverfusion, das es mit der deutschen Firma Siemens entwickelt hat.

„Siemens analysiert additive Fertigungstechnologien aus einer ganzheitlichen Perspektive und versteht die digitalen Anforderungen der gesamten Fertigungskette, insbesondere in der Werkstatt“, sagt Andreas Hartmann, Mitgründer und Technischer Leiter von Solukon. „Diese Expertise macht Siemens zum perfekten Partner für die Weiterentwicklung dieser neuen Technologie.“

Das neue SFM-AT800S Nachverarbeitungssystem verfügt über die neuesten Entwicklungen in der intelligenten Technologie, die es ermöglichen, Metallpulver effektiv zu entfernen, das in frei gestalteten, 3D-gedruckten Teilen mit komplexen internen Kanälen eingeschlossen wurde.

Das neue System baut auf dem Standard SFM-AT800 des Unternehmens auf, der bereits Teile in jede dreidimensionale Position bringen kann. Aber der SFM-AT800S, der über zwei servomotorische und endlos rotierende Achsen verfügt, verfügt über ein neues Achsensystem, das die Bewegung von 3D-gedruckten Teilen entlang einer beliebigen dreidimensionalen Kontur ermöglicht. Dies macht es möglich, das Pulver von Teilen zu reinigen, die konforme, komplizierte innere Strukturen aufweisen, wie die Kühlkanäle, die in Spritzgusswerkzeugen zu finden sind.

Siemens setzt die Solukon-Systeme bereits zur Entstaubung ein, so dass das Unternehmen mit der Technologie vertraut ist und somit ein idealer Partner ist. Solukon arbeitete mit Siemens zusammen an der Entwicklung seines neuen SFM-AT800S, um die Reinigungsergebnisse von hochkomplexen 3D-Druckteilen, wie Infusionsdüsen und Wärmetauschern, zu verbessern.

Siemens erforscht intelligente Software, die interne Kanäle erkennt, indem die ursprüngliche CAD-Datei als digitaler Zwilling verwendet wird, um während des Reinigungsprozesses automatisch die optimale Bewegung des Entstaubungssystems zu berechnen. Um mit diesen neuen Software-Entwicklungen in Verbindung zu treten, wurde der neue SFM-AT800S von Solukon mit Siemens Simatic-Steuerungen und Sinamics-Antriebs- und Motorlösungen entwickelt.

„Wir unterstützen dieses verbesserte Pulverentfernungssystem stark“, sagte Dr. Christoph Kiener, Principal Scientist bei Siemens. „Pulverfreie, hochwertige AM-Teile, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Umweltthemen in Bezug auf Abfallvermeidung und -wiederverwendung sind für Siemens sehr wichtig, um fortschrittliche Designs auch in unseren Post-Processing-Aktivitäten zu verarbeiten.“

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