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Trends im 3D-Druck für 2021: Materialise gibt einen Ausblick

Vor wenigen Tagen haben wir über die Prognosen des 3D-Druck-Dienstleisters Shapeways für das Jahr 2021 berichtet. Nun gibt es auch die Analyse des Dienstleisters und Software-Entwickler Materialise.

Das Unternehmen erklärt, dass wir im vierten Jahrzehnt des 3D-Drucks sind und in den kommenden Jahren große Änderungen in der Branche stattfinden könnten. Das Team fasst die Analyse in folgenden Punkten zusammen: Zurück ans Reißbrett – Fertigung neu denken; Personalisierung – nicht nur für Produkte, sondern auch 3D-Drucker; Schneller am Markt – Lösungsentwicklung beschleunigen.

1. Zurück ans Reißbrett

Die COVID-19-Pandemie treibt die Digitalisierung voran und ebenso stellt auch die Klimakrise Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Aus diesem Grund müssen sich Firmen quasi neu erfinden und Lösungen neu erarbeiten. Hier spielt 3D-Druck eine Rolle.

„Unternehmen stellen zunehmend fest, dass Dinge anders gemacht werden müssen, und die additive Fertigung versetzt sie in die Lage, das auch umzusetzen. Die Errungenschaft der additiven Fertigung wird nicht sein, was sie uns produzieren lässt, sondern wie.“, Fried Vancraen, Gründer und CEO von Materialise.

2. Personalisierung der Prozesse

„Eines der herausragendsten Merkmale des 3D-Drucks ist die Tatsache, dass sich die Kosten für kundenindividuelle Produktvarianten signifikant reduzieren lassen. Dabei wird allerdings oft übersehen, dass Ingenieure und Betreiber darin geschult sein müssen, die Druckprozesse entsprechend zu personalisieren und zu optimieren“, erläutert Peter Leys, Executive Chair bei Materialise.

3. Keine Zeit zu verlieren

Brigitte de Vet, Vice President Medical bei Materialise, erläutert: „COVID-19 hat die Welt in einen Zustand der permanenten Dringlichkeit versetzt. Sowohl Experten im Gesundheitswesen als auch durchschnittliche Verbraucher waren konfrontiert mit Lieferengpässen und Qualitätsproblemen bei grundlegenden medizinischen Produkten und Gütern des täglichen Gebrauchs – eine Konsequenz aus dem globalen Marktmodell, das auf zentralisierte Massenfertigung baut. Plötzlich waren Dinge, die für uns bisher selbstverständlich waren, nicht mehr notwendig oder angemessen und neue Lösungen mussten her, und zwar schnell.“

Die Digitalisierung nimmt in allen Bereichen an Fahrt auf, in dem Maße wie Firmen in Technologien investieren, die ihnen helfen, sich auf diese neue Normalität einzustellen: Versorgungslücken schließen, von zu Hause arbeiten und lokale Lösungen finden. Doch als Teil dieses Anpassungsprozesses stehen Unternehmen vor Entscheidungen, die auf Basis von Berechnungen zu Risiko, Kosten und schnellem Return-on-Invest (ROI) gefällt werden müssen.

AM ist eine der digitalen Technologien mit einem kurzfristigen ROI, niedrigen Fertigungskosten, und einem geringen Risiko, aber der erfolgreiche Einstieg ist typischerweise mit einer längeren Lernkurve verbunden. Einige Unternehmen begannen bereits vor zehn Jahren mit der additiven Fertigung und sind jetzt gut aufgestellt, um verstärkt auf diese Technologie zu setzen. Doch Firmen, die noch am Anfang stehen, haben den Luxus einer solchen Zeitspanne nicht.

3D Printing Trends for 2021
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David ist Redakteur bei 3Druck.com.