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voxeljet wechselt von der NYSE zur NASDAQ nach Umsatzrückgängen von mehr als 20 Prozent

Der deutsche 3D-Druckerhersteller voxeljet hat in seinen Finanzergebnissen für das zweite Quartal 2020 einen Umsatzrückgang von mehr als 20 Prozent angekündigt.

In den drei Monaten bis zum 30. Juni 2020 erwirtschaftete voxeljet einen Umsatz von 3,9 Millionen Euro, das ist um 22,5 Prozent weniger als im Vergleichsquartal im letzten Jahr. Im zweiten Quartal 2019 setzte voxeljet noch 5 Millionen Euro um. Das Unternehmen kämpft – wie auch andere in der Branche – mit der Corona-Krise. So gab es im vierten Quartal 2019 einen Umsatzanstieg von 11 Prozent.

Auch andere 3D-Druck-Spezialisten wie 3D Systems, Stratasys, Groupe Gorgé oder ExOne haben schlechte Zahlen gemeldet. Eine Ausnahme war das Unternehmen SLM Solutions, welches ein Umsatzwachstum von 90% verzeichnete.

In den Tagen nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal 2020 wurden die Aktien des Unternehmens zunehmend volatiler und stiegen um bis zu 365 Prozent, bevor sie um 7 Prozent zurückgingen. Inzwischen hat das Unternehmen angekündigt, dass es ab dem 31. August 2020 nicht mehr an der NYSE, sondern an der NASDAQ-Börse notiert wird.

In einem Ertragsgespräch mit Analysten und Investoren erklärte Dr. Ingo Ederer, CEO von voxeljet, dass die anhaltende Pandemie dem vielversprechenden Start des Unternehmens in das 2. Quartal 2020 ein Ende gesetzt habe.

Voxeljet nutzt seine 3D-Drucker-Technologien, um einen On-Demand-Fertigungsservice in Deutschland, den USA, Großbritannien, China und Indien anzubieten. Die Einnahmen, die das Unternehmen erzielt, werden in zwei Segmenten ausgewiesen: Systeme und Dienstleistungen.

Das Segment Systeme umfasst die Einnahmen, die es aus dem Verkauf von Systemen sowie aus dem Verkauf von Ersatzteilen, Upgrades, Wartungsverträgen und anderen Verkaufsaktivitäten erzielt werden. Im zweiten Quartal 2020 erwirtschaftete voxeljet 1,8 Millionen Euro aus seinem Systemgeschäft, ein Rückgang um 12 Prozent gegenüber den 2,1 Millionen Euro, die im zweiten Quartal 2019 gemeldet wurden.

Die Einnahmen aus dem Verkauf von 3D-Druckern blieben im Wesentlichen unverändert, da das Unternehmen sowohl im zweiten Quartal 2019 als auch im zweiten Quartal 2020 zwei Systeme installiert hat. Da die Kunden von voxeljet ihre Ausgaben reduzierten, um mit der COVID-19-Pandemie fertig zu werden, erhielt das Unternehmen weniger Anfragen nach seinen Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen. Die durch die andauernde Pandemie eingeführten Reisebeschränkungen haben auch dazu geführt, dass die Ingenieure von voxeljet nicht mehr so viele Service– und Wartungsbesuche durchführen konnten wie im zweiten Quartal 2019.

Das Dienstleistungssegment von Voxeljet konzentriert sich auf Einnahmen, die durch den Druck von On-Demand-Teilen für seine Kunden generiert werden. Im zweiten Quartal 2020 meldete voxeljet einen Dienstleistungsumsatz von 2 Millionen Euro, eine 30-prozentige Verringerung gegenüber den 2,9 Millionen Euro, die im zweiten Quartal 2019 erwirtschaftet wurden. Nach Angaben des Unternehmens litten seine amerikanischen und deutschen Tochtergesellschaften nach dem Ausbruch von COVID-19 unter einem akuten Rückgang der Kundennachfrage.

Die chinesische Sparte des Unternehmens konnte im zweiten Quartal schon wieder ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnen. Die kompletten Details können direkt bei Voxeljet abgerufen werden.

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