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Xerox sichert sich Kapital für feindliche Übernahme von HP

Im November 2019 wurde bekannt, dass Xerox den Drucker-Hersteller HP übernehmen will. HP lehnte das Angebot ursprünglich ab, aber nun setzt Xerox auf eine feindliche Übernahme.

Am 6. Januar 2020 veröffentlichte Xerox eine Pressemitteilung in der erklärt wird, dass die Finanzierung für das Übernahmeangebot gesichert werden konnte. Citigroup, Mizuho Financial Group und die Bank of America gewähren Xerox Darlehne in der Höhe von 24 Milliarden US-Dollar.

Einer der treibenden Kräfte hinter der Fusion ist der Investor Carl Icahn, der an beiden Unternehmen beteiligt ist. Er besitzt 10,6 Prozent der Aktien von Xerox und 4,24 Prozent der Aktien von HP.

Das US-Unternehmen Xerox wurde 1906 gegründet und stellte 1949 den ersten Fotokopierer der Welt her. Xerox gehört seit Jahrzehnten zu den innovativsten Unternehmen. Im firmeneigenen Palo Alto Research Center (PARC) wurde u.a. der weltweit erste Minicomputer mit WYSIWYG-Texteditor, Maus und grafischer Benutzeroberfläche (GUI) entwickelt. Dieses System galt als Vorlage für Microsofts Windows und Apples Macintosh-Betriebssystems.

Derzeit ist das Unternehmen primär auf Drucker spezialisiert. 2018 wurde angekündigt, dass das Unternehmen sich auf den 3D-Druck-Bereich konzentrieren will. Im Februar kaufte das Xerox den 3D-Drucker–Hersteller Vader Systems.

HP ist ebenfalls seit Jahrzehnten ein Spezialist in Sachen Druck. Seit wenigen Jahren setzt HP auch verstärkt auf eigene 3D-Drucker, die sich an industrielle Kunden richten. Hierfür wurde die Multi Jet Fusion Technologie entwickelt.

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