OzeanZ: 3D-gedruckter Sitz verbindet Natur und Technik

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Die Designerin Lilian van Daal arbeitet mit der bekannten niederländischen 3D-Druck-Firma Ozeanz zusammen um ihr Konzept eines wiechen Sitzs zu verbessern. Van Daal nimmt sich Kleinstlebewesen als Anregung um einen Stuhl zu entwickelt, welcher aus nur einem Material ist. Dabeiu soll er stabil und gleichzeitig auch flexibel sein. OzeanZ liefert das technische Knowhow. 

oceanz 300x80 - OzeanZ: 3D-gedruckter Sitz verbindet Natur und Technik

Der Radiolaria #1 ist van Daals Neuentwicklung ihres Graduierungsprojektes. Sie verwendet zwei Lebewesen als Basis für Ihr Konzept. Zunächst liefern die Radiolarien, auch Strahlentierchen genannt, ein interessantes Skelett um für Flexibilität und Komfort zu sorgen ohne Schäume zu verwenden. Diese Lebewesen sind im gesamten Ozean als Plankton verteilt und haben einen Radialsymmetrischen Körper. Das zweite Tier ist ein Bryozoa oder auch Moostier, welches Inspiration für einen Aufbau ohne Klebstoff ist.

„Die komplizierten Formen von Blumen. Die Maschen-Netzwerke von Pilzen. Die perfekte Geometrie von Organismen. Sie wurden in Milliarden von Jahren des biologischen Versuchs und Irrtums hergestellt, umgestaltet und poliert. Die Umsetzung ihrer einzigartigen und akribischen Eigenschaften im Design war schwierig, aber die neueste Technologie hat Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Produkte und Systeme eröffnet. „- Lilian van Daal.

3D-gedruckter Sitz aus recycelten Filament

Die Designerin konnte durch die Weiterentwicklung ihres ersten Ansatzes Produktionszeit, sowie Energieverbrauch um die Hälfte verringern. Durch OzeanZ recycelten EcoPowder läuft die Produktion der Stühle ohne Abfall. Der Radiolaria #1 verbindet Technologie, Natur und Design um etwas neues zu schaffen, was es bis dato so noch nicht gegeben hat.

„Oceanz investiert viel in Forschung, um einen nachhaltigen Produktionsprozess zu realisieren. Dies führte zur Einführung von Oceanz EcoPowder. Dieses nachhaltige Material hat fast die gleichen Eigenschaften wie der Standard Oceanz PA12. Durch die Wiederverwendung des 3D-Druckmaterials haben wir praktisch keinen Abfallstrom von unserem alten Pulver und können unser Material nachhaltig verarbeiten. Dies macht 3D-Druck / Prototyping zu einer sehr nachhaltigen Produktionstechnik. Das gibt Ihnen nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch die funktionellen Eigenschaften des Materials bleiben erhalten. Das Null-Abfall-Versprechen wird ebenfalls eingelöst. “ – Erik van der Garde, CEO Oceanz 3D-Druck.

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