Home Marktbericht Unternehmerfamilien Hehl und Keinath übernehmen 3D-Drucker Hersteller German RepRap

Unternehmerfamilien Hehl und Keinath übernehmen 3D-Drucker Hersteller German RepRap

Am 12. Februar 2020 haben die Unternehmerfamilien Hehl und Keinath den deutschen 3D-Drucker Hersteller German RepRap übernommen. Der 2010 gegründete 3D-Druck-Spezialist German RepRap bleibt ein eigenständiges Unternehmen.

Mit der notariellen Unterzeichnung des Kaufvertrags am 12. Februar 2020 übernahmen die Unternehmerfamilien Hehl und Keinath die in Feldkirchen ansässige German RepRap GmbH. Die neuen Gesellschafter sind die Eigentümer von Arburg, einem Hersteller von Kunststoffspritzgießmaschinen, der in seinem Produktprogramm ebenfalls Anlagen zur additiven Fertigung entwickelt, produziert und vertreibt. Das 2010 in der Nähe Münchens gegründete Unternehmen German RepRap ist ein deutscher Hersteller von industriellen 3D-Systemen „Made in Germany“ und wird als eigenständiges Unternehmen am Standort Feldkirchen weitergeführt.

Die Gesellschafter sehen in der additiven Fertigung für die Zukunft ein wichtiges und ergänzendes Fertigungsverfahren in der Kunststoffverarbeitung.

Start-up mit Erfahrung

German RepRap entwickelt und fertigt 3D-Systeme auf Basis der FFF-Technologie (Fused Filament Fabrication). Hinzu kommt seit 2016 die neu entwickelte und weltweit einzigarte Liquid Additive Manufacturing Technologie (LAM), mit welcher Materialien wie Liquid Silicon Rubber (LSR) verarbeitet werden können. Der neue x500pro, der technische Kunststoffe – wie zum Beispiel Polycarbonat (PC) – verarbeitet, ergänzt das Produktsortiment von German RepRap.

Im Rahmen intensiver Sondierungsgespräche zwischen German RepRap und Arburg wurden mögliche Ergänzungen und Synergien diskutiert. Dabei wurde ersichtlich, dass sich die Angebotspaletten beider Anbieter im Markt ergänzen. Das Start-up-Unternehmen aus Feldkirchen erwies sich aufgrund seiner Flexibilität und Dynamik nach genauer Überlegung aus Sicht der neuen Eigentümer als interessante Ergänzung.

Die technologischen Anknüpfungspunkte liegen laut den Unternehmen auf der Hand. Das 3D-Druck-System von Argurg, Freefromer, funktioniert mit Tropfenaustrag und Standardgranulat für individuelle Anwendungen, der German RepRap x500pro mit Strangaustrag von Filament für industrielle Standardanwendungen. Weitere Entwicklungen werden die Verarbeitung von Flüssigkunststoffen (z. B. LSR) sein.

German RepRap bleibt eigenständiges Unternehmen

German RepRap wird nach dem Willen der neuen Gesellschafter als eigenständiges Start-up-Unternehmen am Standort Feldkirchen weitergeführt. Für die 23 Mitarbeitenden der German RepRap ergeben sich aus dem Inhaberwechsel keine operativen Veränderungen. Gründer und Geschäftsführer Florian Bautz wird weiterhin in gewohnter Art und Weise die Geschäfte führen. Die Aufgabenbereiche Vertrieb, Anwendungstechnik, Produktion und Administration führt German RepRap eigenständig weiter. Arburg wird im Weiteren German RepRap mit seinen breit gefächerten Ressourcen auf Anfrage und in engem Kontakt unterstützen.

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