Home Marktbericht Evonik investiert in Software-Start-Up zur Unterstützung des industriellen 3D-Drucks

Evonik investiert in Software-Start-Up zur Unterstützung des industriellen 3D-Drucks

Das deutsche Chemie-Unternehmen hat mit Evonik Venture Capital in ein israelisches Software-Start-up, das Industrieunternehmen bei der Einführung des 3D-Drucks unterstützt investiert.

Die Software von Castor Technologies prüft die Druckbarkeit eines Bauteils, das ideale Druckmaterial und ermittelt Produktionskosten sowie Vorlaufzeiten. Das hilft Herstellern bei der Entscheidung, ob und wie sie 3D-Druck auf ihre Produktionsprozesse anwenden können. Mit dieser Investition erhält Evonik die Möglichkeit, künftig auch Dienstleistungen anzubieten, die Kunden erlauben, die Druckbarkeit ihrer Bauteile zu testen.

In diese Partnerschaft wird Evonik seine Expertise im Bereich Druckmaterialien einbringen und Castor dabei unterstützen, die Software als Plattform für eine Vielzahl von Branchen zugänglich zu machen. Evonik verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von 3D-Druckmaterialien. Mit der Software von Castor haben Kunden die Möglichkeit, die Bauteile zu identifizieren, die mit Materialien wie Hochleistungspolymer-Pulvern und Filamenten gedruckt werden könnten. Evonik bietet zudem eine breite Palette von Additiven an, mit denen die Materialeigenschaften verändert werden können, etwa um Fließeigenschaften eines Materials zu verbessern oder das fertige Teil robuster zu machen.

Castor mit Sitz in Tel Aviv wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet. Kunden sind Maschinenbauer aus der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und der Logistik, die bislang traditionelle Produktionsmethoden wie Spritzguss anwenden.

Die Software des Start-ups ist eine Ergänzung zu CAD-Lösungen (Computer Aided Design). Kunden können mithilfe ihrer vorhandenen CAD-Datei große Baugruppen oder mehrere Einzelteile gleichzeitig analysieren lassen. Die Software führt eine umfassende technische und wirtschaftliche Analyse durch. So lässt sich ermitteln, ab wann Additive Manufacturing gegenüber traditionellen Herstellungsmethoden wirtschaftlich ist. Anhand einer Kostenanalyse kann der Kunde dann entscheiden, ob der 3D-Druck eine für ihn geeignete Fertigungsmethode ist, die Kosten und Zeit spart.

Zu den Investoren der aktuellen Finanzierungsrunde zählen neben Evonik auch die Chartered Group sowie TAU Ventures, der Venture-Arm der Universität Tel Aviv.

Evonik Venture Capital sichert dem Konzern den Zugang zu disruptiven Technologien und innovativen Geschäftsmodellen und unterstützt die digitale Transformation. Hierfür hat Evonik Anfang 2019 seinen zweiten Venture Capital Fonds mit einem Volumen von 150 Millionen Euro aufgelegt und damit das verwaltete Volumen an Wagniskapital auf 250 Millionen Euro ausgeweitet.

Die Software im Überblick

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