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Materialise: 25 Mio. Euro für neues Metall-3D-Druck Kompetenzzentrum

Der SoftwareHersteller und 3D-Druck-Dienstleister Materialise investiert in den nächsten Jahren voraussichtlich rund 25 Millionen Euro in ein neues Metall-Kompetenzzentrum für 3D-Druck. Grund ist die wachsende Nachfrage im Bereich additiver Metallfertigung. In einem ersten Schritt erfolgte am 9. Oktober 2019 der Spatenstich für einen rund 7,5 Millionen Euro teuren Neubau. Das Gebäude soll in eineinhalb Jahren bis Anfang 2021 fertiggestellt sein.

Nach der ersten Bauphase verfügt der Neubau über 3.500 Quadratmeter. Er bietet damit Platz für über 120 Mitarbeiter und mehr als 30 industrielle Metall-3D-Drucker sowie zugehörige Anlagen und Geräte zur Abdeckung der gesamten Prozesskette der additiven Metallfertigung. Durch das Konzept einer integrierten Produktion und Entwicklung werden die Bereiche Forschung, Softwareentwicklung und Fertigung unter einem Dach zusammenarbeiten und wechselseitig noch stärker voneinander profitieren. Zudem erlaubt das flexible Baukonzept zukünftige Erweiterungen der Flächenkapazität.

Materialise betreibt in Bremen bereits seit 2011 sein weltweit einziges Metall-Kompetenzzentrum für 3D-Druck, einen Teil seiner Softwareentwicklung sowie ein Vertriebsbüro. Seit April 2016 ergänzt der Fertigungsbereich für den industriellen Metall-3D-Druck die Tätigkeiten. Eine weitere Niederlassung befindet sich in Gilching bei München, dort liegt der Schwerpunkt auf dem Vertrieb. Materialise beschäftigt weltweit über 2000 Mitarbeiter.

Vielfältige Einsatzgebiete

Außer in der Medizintechnik, wo der Metall-3D-Druck vor allem wegen der erreichbaren Bauteilkomplexität und der Individualisierbarkeit zum Einsatz kommt, sowie in der Luft- und Raumfahrt, wo vor allem ihre Qualitäten in puncto Leichtbau gefragt sind, findet die Technologie heute zunehmend auch im Automobilbau, im Maschinenbau und vielen weiteren Branchen Verwendung. Die Anwendungen reichen von der Prototypenfertigung bis hin zur Herstellung von Kleinserienbauteilen, die etwa als Ersatzteile die Logistik vereinfachen oder in Produktionswerkzeugen zum Teil vollkommen neue Herstellungs- und Produktlösungen ermöglichen.

Besondere Herausforderungen bei der additiven Metallfertigung bestehen zum einen darin, geeignete und sinnvolle Anwendungen zu identifizieren, zum anderen darin, die entsprechenden Entwicklungs- und Produktionsprozesse fortlaufend effizienter zu machen. Effizienzsteigerungen sind nicht nur aus Gründen des Wettbewerbs nötig, sondern auch, um immer neue Anwendungen bis hin zur individualisierten Serienfertigung lohnenswert zu machen.

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